Pfarrer Harald Bethäuser erläutert die Veränderungen zum nächsten Jahreswechsel im Rahmen der Neuordnung der hiesigen Pfarrgemeinden in der neuen Großpfarrei „Unsere Liebe Frau Villingen“. Foto: Stefan Heimpel

Pfarrer Harald Bethäuser erläutert bei einer Andacht zum Auftakt des Neujahrsempfangs 2025 die Veränderungen zum nächsten Jahreswechsel im Rahmen der Neuordnung der hiesigen Pfarrgemeinden in der neuen Großpfarrei „Unsere Liebe Frau Villingen“.

Zu einem Neujahrsempfang 2025 hatte die Seelsorgeeinheit Bregtal in diesem Jahr nach Vöhrenbach eingeladen. Im Mittelpunkt stand die Neuordnung der Pfarreien im Rahmen der „Kirchenentwicklung 2030“.

 

Den Auftakt bildete eine Andacht in der Pfarrkirche St. Martin, gemeinsam gestaltet vom Seelsorgeteam mit Pfarrer Harald Bethäuser, Vikar Sandro Pröbstle sowie Dorothea Nopper und Selma Zaehringer. Bethäuser meinte bei der Begrüßung, dass es gelte, speziell auch die Kirche vor Ort zu gestalten und zu prägen und dabei nach vorne zu schauen. Als Seelsorgeeinheit könne man zufrieden sein mit dem breiten Angebot das ganze Jahr über in den verschiedenen Bereichen.

Im Zentrum stand nach dieser Andacht ein „Interview“ von Bettina Schmitt-Hönl vom Pfarrgemeinderat mit Bethäuser mit Fragen zur Kirchenentwicklung 2030. Der Pfarrer versuchte die Veränderungen und Entwicklungen im Blick auf die Gemeinden im Bregtal in der Kürze der Zeit zu erklären. Dabei wurde deutlich, dass es für die ganze neue Pfarrei Villingen einige Veränderungen geben wird. Nötig wurde diese Neustrukturierung der Pfarrgemeinden vor allem auch durch den Mangel an Mitarbeitern. Gleichzeitig verliert aber auch die Kirche Mitglieder, zuletzt verließen jedes Jahr fast eine halbe Million Menschen die katholische Kirche Deutschland.

Umgestaltung startet Anfang 2026

Konkret beginnen wird der Prozess der Umgestaltung bereits am 1.Januar 2026, also in wenigen Monaten. Bis 2030 soll dieser Prozess abgeschlossen sein, damit sei die Kirche für die Zukunft wieder gut aufgestellt.

Den Auftakt des Neujahrsempfangs der Seelsorgeeinheit bildet eine kurze Andacht in der Pfarrkirche St. Martin, gemeinsam gestaltet vom Seelsorgeteam mit Dorothea Nopper (von links), Pfarrer Harald Bethäuser, Vikar Sandro Pröbstle und Selma Zähringer Foto: Stefan Heimpel

Die Seelsorgeeinheit Bregtal hat sich entschieden, sich der neuen Pfarrei Villingen anzuschließen. Damit gehört man mit den acht Pfarreien in den drei Bregtal-Gemeinden künftig mit fünf weiteren Seelsorgeeinheiten zur neuen Pfarrei „Unsere Liebe Frau Villingen“. Die Kirchengemeinde nennt sich ab Januar „Römischkatholische Kirchengemeinde im Quellenland“.

Keine großen Änderungen

Was bisher in der Seelsorgeeinheit der Pfarrgemeinderat war, wird künftig in der neuen Pfarrei der Pfarreirat sein. Aus dem Bregtal werden hier bei der Wahl, die bereits am 19. Oktober dieses Jahres stattfindet, vier Mitglieder in den Pfarreirat mit insgesamt 23 gewählten Mitgliedern sowie den Vertretern der Seelsorge gewählt. Der bisherige Pfarrgemeinderat in der Seelsorgeeinheit wird als Gemeindeteam Bregtal die hiesigen Pfarreien betreuen.

Acht Pfarreien werden komplett aufgelöst

Die acht Pfarreien im oberen Bregtal, die in der Seelsorgeeinheit zusammengeschlossen waren, werden komplett aufgelöst und gehen in der neuen Großpfarrei auf. Dazu gibt es in den neu bestimmten Kirchorten, was etwa den bisherigen Pfarreien entsprechen könnte, ebenfalls ein Team vor Ort.

Personell wird sich laut Bethäuser nichts Wesentliches ändern, lediglich eine Pfarrstelle in Villingen fällt weg. Er selbst wird künftig der Stellvertreter des leitenden Pfarrers der neuen Großpfarrei Villingen. Damit seien die strukturellen Änderungen gar nicht so groß, sondern waren bei der Schaffung der Seelsorgeeinheiten und nach dem Tod mehrerer Priester im oberen Bregtal in den vergangenen 20 Jahren wesentlich größer. Auch die Pfarrbüros vor Ort werden bestehen bleiben.