Mehr als 120 Gäste kamen zum Neujahrsempfang der Wirtschaftsrat-Sektion Balingen/Sigmaringen. Foto: Ann-Sofie Riedlinger

Ein volles Haus hat es beim Neujahrsempfang der Wirtschaftsrat-Sektion Balingen/Sigmaringen in Tieringen gegeben. Mehr als 120 Gäste waren der Einladung gefolgt. In der Interstuhl-Arena ging es vor allem um die soziale Marktwirtschaft.

Sektionssprecher Michael Klas hob die Bedeutung der sozialen Marktwirtschaft hervor. „Ohne funktionierende Wirtschaft und Wachstum gibt es keine Einnahmen, die der Staat investieren und verteilen kann. Letztlich bezahlt die Wirtschaft all unsere Rechnungen“, fasste er zusammen. „Soziale und auch ökologische Verantwortung kann nur ausüben, wer wirtschaftlich erfolgreich ist“, erklärte Klas weiter.

 

Im Anschluss ging der Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß in seinem Grußwort auf die aktuelle politische Situation ein. Er betonte die Notwendigkeit eines Richtungswechsels hin zu einer klaren und verlässlichen Politik, die nur mit einer starken konservativen neuen Regierung umsetzbar sei.

Deutschland wieder auf Kurs bringen lautet das Ziel

Hauptredner des Abends war Bundestagsabgeordneter Andreas Jung, der in seinem Impulsvortrag die aktuellen politischen Themen vertiefte und an konkreten Beispielen aufzeigte, wo die Ampelregierung aus Sicht der CDU erhebliche Fehler gemacht habe. Er erläuterte, welche Ansätze eine CDU-geführte Regierung im Falle eines Wahlsiegs am 23. Februar verfolgen werde, um zügig gegenzusteuern und Deutschland „wieder auf Kurs“ zu bringen. Besonders verdeutlichte Jung die Dringlichkeit, rasch Maßnahmen zu ergreifen, um Arbeitsplätze zu sichern und den Standort Deutschland zu stärken. Als Beispiel nannte er das von Rot-Grün initiierte Gesetz zur Speicherung und Nutzung von CO₂, dem die CDU/CSU nach entsprechenden Anpassungen zugestimmt habe, das jedoch nun innerhalb von SPD und Grünen auf Widerstand stoße – offenbar, weil es auch die Unterstützung der Union genieße. „Hier wird in vielen Bereichen leider nicht mehr an den Themen gearbeitet, sondern nur noch wahltaktisch agiert“, kritisierte Jung.

Direkter Austausch mit den Politikern

In der anschließenden Fragerunde beantworteten Andreas Jung und Thomas Bareiß die zahlreichen Fragen der Gäste und diskutierten mit dem Publikum. Diesen direkten Austausch lobten alle Gäste als besonders wertvoll und informativ.

Interstuhl-Geschäftsführer Helmut Link betonte in seinem kurzen Schlusswort die Bedeutung des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Beim Catering und bei Gesprächen boten die Räume der Interstuhl-Arena den Rahmen, um den Abend gemeinsam Revue passieren zu lassen und neue Kontakte zu knüpfen.