OB Klaus Eberhard und seine neue Schweizer Amtskollegin Claudia Rohrer begrüßten die Gäste beim gemeinsamen Neujahrsempfang beider Rheinfelden im Bürgersaal. Foto: Uwe Thomes

Rund 400 Gäste waren am Freitag den Einladungen der Stadtverwaltungen beider Rheinfelden zum gemeinsamen Neujahrsempfang in den Bürgersaal auf der deutschen Seite gefolgt.

Es war ein glanzvoller Auftakt ins Jahr 2026, als Klaus Eberhardt, Oberbürgermeister von Badisch-Rheinfelden, und die als neue Stadtpräsidentin von Rheinfelden/Schweiz vor Kurzem vereidigte Claudia Rohrer die vielen Gäste zum Neujahrsempfang beider Rheinfelden begrüßten.

 

Rohrer hatte zahlreiche Vertreter aus der Politik – Nationalrat, Großräte, Gemeinderäte, Gemeindepräsidentinnen benachbarter Gemeinden, aber auch Vertreter aus Wirtschaft, Kultur, Kirche und Vereinen – mit über den Rhein gebracht. Ähnlich prominent besetzt war das Teilnehmerfeld auf der deutschen Seite.

Gedenkminute für Opfer von Crans-Montana

Überschattet war der festliche Anlass von der Brandkatastrophe im Schweizer Skiort Crans-Montana, weshalb die Schweiz den Freitag zum nationalen Trauertag erklärt hatte. Auch Eberhardt wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin und rief zu einer Gedenkminute auf.

Konstante im gesellschaftlichen Zusammenleben

Erst danach begann das offizielle Abendprogramm, musikalisch umrahmt von der Stadtmusik unter Dirigent Sergei Yemelyanenkov.

Beide Stadtoberhäupter wiesen, ohne sich zuvor abgesprochen zu haben, wie Eberhardt abschließend betonte, auf die freundschaftliche Verbundenheit beider Gemeinden hin, welche kürzlich von der Rober-Bosch-Stiftung für das herausragende Engagement in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ausgezeichnet worden waren, und gliederten ihre Neujahrsansprachen in einen Rückblick und einen Blick in die Zukunft. Eberhardt betonte die schwierige geopolitische Lage der Welt mit vielen Ungewissheiten und gestiegenen Herausforderungen.

Neue Wege in der Wärmeversorgung

Aber er betonte: „Trotz aufkommender Besorgnis, finanzieller Risiken, einer zunehmenden Aufgabenfülle, dem demografischen Wandel und fehlenden Fachkräften gelingt es uns auf kommunaler Ebene, eine verlässliche Konstante im gesellschaftlichen Zusammenleben zu bilden und ein großes ehrenamtliches Engagement auf die Beine zu stellen.“

Als Ziele für das Jahr 2026 nannte er neben der Fortsetzung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit die Beschreitung neuer Wege in der Wärmeversorgung sowie Investitionen in frühkindliche Erziehung und Bildung. Die Hauptaufmerksamkeit werde jedoch dem Thema Gesundheit gelten, vor allem dem Aufbau des neuen Gesundheitszentrums an der Römerstraße.

Rückblick aus Schweizer Perspektive

Rohrer blickte auf zahlreiche Höhepunkte zurück, welche das Jahr 2025 ihrer Gemeinde bescherte. Sowohl kulturelle als auch wirtschaftliche oder sportliche Höhepunkte befanden sich darunter. Dazu gesellten sich viele runde Jubiläen einiger wichtiger Institutionen, teilweise basierend auf der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit wie das 50-jährige Bestehen der Eiskunstbahn, das 100-Jahre-Jubiläum der Fricktalisch-Badischen Vereinigung für Heimatkunde oder das 200-jährige Bestehen des Hauses Salmegg.

Das diesjährige Motto: „Rhyfälde, wo d’Sunne dehei isch“ steht für Rohrer nicht nur für den vom Sonnenschein bevorzugten Abschnitt am Hochrhein: „Der Slogan ist Ausdruck eines Standortvorteils und eines selbstbewussten Bekenntnisses zur besonderen Qualität unserer Region.“

Stadtoberhäupter begrüßen Gäste per Handschlag

Zu Beginn der Veranstaltung hatten die beiden Stadtoberhäupter die Gäste persönlich mit Handschlag und Small Talk begrüßt. Im Anschluss an den offiziellen Teil des Abends gab es bei einem Apéro riche die Möglichkeit zu weiteren Gesprächen in lockerer, geselliger Runde.