Zahlreiche Menschen waren zum Schutterner Neujahrsempfang in die Offohalle gekommen. Voller Zuversicht richtete Jürgen Silberer seinen Blick auf 2026.
Schuttern darf sich gestärkt fühlen durch Zusammenhalt und dem Vertrauen auf ein gutes Zusammenleben, betonte Ortsvorsteher Jürgen Silberer in seiner Neujahrsansprache. Ganz gleich, was in Schuttern passiert: „Mit Gelassenheit werden Schutterner an das neue Jahr herangehen.“
Unterstützung erfuhr die Ortsverwaltung beim Neujahrsempfang von der Vereinsgemeinschaft Schuttern und der Katholischen Kirchengemeinde. Musikalisch begleiteten Maddy und Georg Eichhorn sowie Eddi Haid und Jürgen Haid.
Inhaltlich fasste Silberer in seiner Ansprache Rückblick, Gegenwart und Zukunft zusammen. Dass sich angesichts der angespannten Haushaltslage kaum mehr Wünsche erfüllen lassen, sei eine Herausforderung, der sich alle Städte und Gemeinden stellen müssten.
Ortsvorsteher geht auf Projekte ein, die dringend notwendig sind
Spürbar sei dies auch in Schuttern. Umso wichtiger sei es, verantwortungsvoll mit den vorhandenen Mitteln umzugehen. Gegenseitiges Verständnis und der Wille gemeinsam Lösungen zu finden, sei der Weg, den es gelte sachlich, engagiert mit dem Wohl für Schuttern zu gehen. Dingend notwendig, darin sei sich der Ortschaftsrat einig, eine Erneuerung des Brandwegs, die Zufahrt zum Gewerbegebiet Neumatt sowie ein Radweg nach Friesenheim und eine sichere Brücke für alle Verkehrsteilnehmer. Aktuell sei die Situation für Radfahrer schlichtweg gefährlich. Mehr Platz benötigten die Kinder der Grundschule während den Randzeiten. Immer mehr Familien nutzten, aufgrund der Berufstätigkeit, die Randzeitbetreuung. In diesem Jahr waren es mehr als die Hälfte der Schulkinder.
Begonnen wurde bereits mit dem Abbruch der alten Weberei, die mit sechs Wochen Bauzeit anvisiert ist. Bis Ende Februar müsse mit Einschränkungen rund um den Lindenplatz gerechnet werden. Neu eingedeckt werden soll das Dach des Vereinsheimschopfes. Weiterhin barrierefrei ausgebaut, werden die Bushaltestellen. Im Ober- und Unterdorf. Leider musste die Brückenverbreiterung in die Kruttenau auf dieses Jahr verschoben werden.
Vereinsgemeinschaft hat große Bedeutung
In Schuttern hat der Neujahrsempfang die Tradition politische Gemeinde, Kirche und Vereinsgemeinschaft zusammenzubringen. So wünschte Pater Yesudas für die Pfarrgemeinde jedem einzelnen die Hoffnung und Zuversicht auf ein besonderes neues Jahr. Marion Haid, Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, hob die große Bedeutung aller zwölf Vereine und Gruppierungen vor: „Zwölf Vereine geben ein zuhause für Musik, Sport, Brauchtum und Geschichte, für Menschen, die Verantwortung übernehmen anpacken und bleiben.“ Damit das gelinge, brauche es Menschen, die für ihr Ehrenamt brennen, so Haid. Die Schutterer und ihre Gäste erlebten so im Rückblick ein Jahr gefüllt mit Erlebnissen, Begegnungen, Konzerten Fasnacht und gesellschaftlichen Ereignissen, die unvergesslich blieben. Gezielt richtet sich jetzt der Blick auf 2026.
Statistik
Schuttern zählt zum 31. Dezember 2025 insgesamt 1704 Einwohner. Es gibt 106 Zuzüge und 195 Wegzüge. Der Wegzug begründet sich in der Schließung der Gemeinschaftsunterkunft „N40“ auf dem ehemaligen Kasernengelände. In Schuttern gab es 24 Geburten und zwölf Todesfälle.