Viele Bürger und Gäste waren in die Festhalle in Hauingen zum Neujahrsempfang gekommen, so dass alle Stühle besetzt und sogar nachgestuhlt werden musste.
Nach zwei Begrüßungsliedern des Musikvereins Hauingen begrüßte Ortsvorsteher Günter Schlecht alle Anwesenden, darunter auch die Ortsvorsteher aus Brombach und Haagen, Silke Herzog und Horst Simon, mit einer Anekdote des Humoristen Karl Valentin: „Hoffentlich wird’s nicht so schlimm wie es schon ist.“ Allerdings sei das Ende eines Jahres kein Schluss, sondern der Anfang für alles, was kommen kann und dies müsse ja nicht alles unbedingt negativer Art sein.
Lob auf das Ehrenamt
Viel Positives sei auch im vergangenen Jahr passiert, vor allem im Hinblick auf die Arbeit von vielen Ehrenamtlichen in vielen verschiedenen Bereichen. Die gute Zusammenarbeit von Vereinen, Kirchengemeinde und den Stiftungen (Kunz-Stiftung, Schöpflin- Stiftung, Johann-Gorenfloh-Stiftung und die Grossmann-Stiftung) seien verantwortlich für das Gemeinwohl des Dorfes und seiner Bürger. Mit der „Stiftung Junges Handwerk“ ist noch eine neue Stiftung hinzugekommen, die von Peter Kunz und seiner Frau Ute Kaufmann-Kunz ins Leben gerufen wurde.
Mehrere Jubiläen
Es habe sich gezeigt, dass die Vereine und die ehrenamtliche Bürgerschaft in der Dorfgemeinschaft wichtige Netzwerke seien und dass Hauingen mit seinen 3200 Einwohnern ein lebendiges Dorf ist, dass über 100 Veranstaltungen und andere Termine im Jahr 2025 hatte. Die freiwillige Feuerwehr Hauingen wurde 1875 gegründet und feierte am 27./28. September 2025 ihr 150-jähriges Jubiläum in der Festhalle Hauingen. Insgesamt 73 aktive Mitglieder zählt die Feuerwehrabteilung mittlerweile, die sich immer wieder ehrenamtlich engagieren. Dies sei unverzichtbar und verdiene höchste Anerkennung, betonte Schlecht.
Jubiläum des FC Hauingen
Ein weiteres Jubiläum war das 40-jährige des FC Hauingen, der sportlich mit Erfolg in der Bezirksliga unterwegs ist und auch eine gute Jugendarbeit leistet. Mit dem Mädchen- und Frauenfußball ist der FC Hauingen gut aufgestellt und fördert zudem die Behindertenarbeit mit einer Inklusionsmannschaft. Nun fehle nur nur noch ein wetterunabhängiger Kunstrasenplatz.
Närrisches Jubiläum
Ein weiteres Jubiläum feierte die Muggedätscher Waggis-Clique in de Festhalle, nämlich das 44-jährige. Dies komme daher, dass die Fasnächtler ja gerne bei sogenannten Schnapszahlen feiern würden, in diesem Fall bei vier Bier und vier Schnaps, erklärte Schlecht der lachenden Bürgerschaft. Der Name Muggedätscher beziehe sich übrigens auf die Feuchtgebiete „Muggengraben“ hinter der Festhalle und den Gärten in Richtung Steinenbach und Siegmeer. Auch die gemeinsame städtische Seniorenarbeit laufe sehr gut und finde große Resonanz, insbesondere der Mittagstisch in den Räumlichkeiten der Kunz-Stiftung.
Größere Belastungen im vergangenen Jahr seien die Tiefbauarbeiten der Gas-Pipeline und des Breitbandausbaus gewesen, vor allem die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustands rund um die Pipeline-Arbeiten sein noch immer nicht abgeschlossen.
Ausblick
Im neuen Jahr findet am 31. Januar wieder die traditionelle Holzversteigerung bei der Saatschulhütte. Am Aschermittwoch, 18. Februar, beginnt die Buurefasnacht mit zwei Zunftabenden. Die Buurefasnacht Hauingen wurde im letzten Jahr als „Immaterielles Unesco-Kulturerbe“ ausgezeichnet.
Ehrungen
Ausgezeichnet im ehrenamtlichen Engagement haben sich auch die 82- jährige Hadlaub Schwald, die seit 65 im Turnverein Hauingen aktiv ist, sowie die 81-jährige Rita Stolz, die ebenfalls seit mittlerweile 58 Jahren sehr aktiv im Turnverein des TV Hauingen ist. Zu guter Letzt wurde Klaus Rempfer für seine ehrenamtliche Tätigkeiten in verschiedenen Bereichen und Vereinen Hauingens geehrt.
Zum Abschluss des Neujahrsempfangs spielte der Musikverein Hauingen noch drei Stücke, beim letzten Stück, dem Badenerlied, kam in der Festhalle Stimmung auf und die Hauinger Bürger standen, klatschten oder sangen mit.