Ortsvorsteher Horst Simon blickte beim Haagener Neujahrsempfang dankbar auf die Entwicklung im Ortsteil.
Zu Beginn seiner Ansprache würdigte Simon den früheren Ortsvorsteher Wolfgang Krämer, der am 9. Juli 2025 mit 85 Jahren verstarb. Er lobte Krämers Verdienste wie die Sanierung der Alten Halle sowie dessen gute Kontakte zu Vereinen, Bürgern und Haagens elsässischer Partnergemeinde Village Neuf.
Im Herbst 2025 sei nach mehreren Jahren endlich der Grundstein für den Neubau der evangelischen Kita gelegt worden, fuhr Simon fort: Im Sommer 2027 solle die Kita mit drei Gruppen neu eröffnet werden. Der Ortsvorsteher erinnerte an das Einweihungsfest für das Neubaugebiet Belist im Sommer, an die Sanierung der Schlossberghalle, die bis 2028 abgeschlossen sein soll, genauso an den barrierefreien Ausbau der Bushaltestelle in Haagens Zentrum. Im Jahr 2026 werde das Glasfasernetz in Haagen weiter ausgebaut sowie das Feuerwehrhaus erweitert und modernisiert, blickte er voraus.
Ortschaftsrat ist am Thema Nahversorgung weiter dran
Haagen ist in den zurück liegenden Jahren auf 4250 Einwohner angewachsen. Das bringt, wie der Ortsvorsteher schilderte, Probleme mit parkenden Autos. Teilweise versperrten sie der Feuerwehr die Durchfahrt, Dauerparker stünden auf den Stellplätzen der Hallen. Die Parkraumbewirtschaftung, die die Stadt einführen wolle, halte er für sinnvoll, sagte er unter Applaus.
Horst Simon bedauerte, dass der wachsende Ortsteil seit 2025 keine Apotheke und keine Sparkasse mehr hat. Auch in Sachen Nahversorger tue sich nichts, bedauerte er: „Aber der Ortschaftsrat ist dran.“ Ein Lichtblick seien der seit kurzen wieder offene Bäcker und der gut besuchte Wochenmarkt.
Voll des Lobes war der Ortsvorsteher für die Aktivitäten von Vereinen und Bürgern. Er erwähnte das gut besuchte Brezelfrühstück, die Veranstaltungsreihe und die Adventsfeier, die Ehrenamtliche beim Projekt „Gutes älter werden“ organisiert hatten.
Lob für das Engagement der Vereinsvertreter
Auch das Adventssingen mit Rudi Häsle und Alfred „Kille“ Kirchner sei ein voller Erfolg gewesen. Simon nannte weitere Aktivitäten.
Dazu gehörten auch die Begegnungen mit den Freunden aus Haagens elsässischer Partnergemeinde Village Neuf. Im Jahr 2025 besuchte man gemeinsam die Ausstellung „Elsass 1940 bis 1945“ in den Museen in Lörrach und Saint Louis. Am 27. September 2026 werde man das Jumelage-Fest auf Burg Rötteln feiern, kündigte Simon an: Der Röttelnbund, der 2026 sein 100-jähriges Bestehen feiere, habe eingeladen.
Bürgermeisterin Isabelle Trendel und Josiane Wissle von der Jumelage-Kommission aus Village Neuf, die mit großer Delegation angereist waren, überbrachten Neujahrsgrüße und beschworen beim Neujahrsempfang in Haagen zugleich die grenzüberschreitende Freundschaft.
Auch zum Gelingen des Neujahrsempfangs trugen zahlreiche Menschen bei: Die Ortschaftsräte und weitere Helfer bewirteten und der Chor Soulfood unterhielt mit flottem Gesang.