Ortsvorsteher Norbert Bühler (links) sowie Hermann Kleinschmidt als Vertreter von Lahrs OB Ibert blickten beim Neujahrsempfang sowohl zurück als auch nach vorne. Foto: Alfons Vögele

Kuhbach Ortsvorsteher Norbert Bühler blickte beim Neujahrsempfang in die Zukunft. In der Dorfmitte geht die Planung des Bausteins „Mehrgenerationenhaus“ weiter, das noch nicht umgesetzte Einlaufwerk für den Brudertalbach bereitet Sorge.

Mit großer Freude begrüßte Ortsvorsteher Norbert Bühler zahlreiche Bürgerinnen und Bürger zum Neujahrsempfang im Rathaus. Mit dabei waren Hermann Kleinschmidt als Vertreter des Oberbürgermeisters Markus Ibert, Stadt- und Ortschaftsräte aus der Kernstadt und aus Reichenbach sowie die Leiterin der Kuhbacher Grundschule, Eva Peppekus, und Pfarrerin Anke Doleschal aus Seelbach.

 

In seinem Rückblick erinnerte Bühler an den nicht so guten Start ins Jahr 2024, als sich die Deutsche Glasfaser gegen den Breitband-Ausbau in Kuhbach entschieden hatte. Auch beim städtischen Haushaltsplan wurde Kuhbach nicht sonderlich bedacht. Lediglich die Erweiterung des Friedhofes wurde finanziell bewilligt. Der Grund dieses rigorosen Sparkurses sei im Umbau der Grundschule zur Kindertagesstätte zu suchen, wenn eine neue Grundschule in den Breitmatten gebaut werden soll. Dass bei der aktuellen Haushaltslage der Stadt streng auf Investitionen geschaut werden müsse, sei selbstverständlich, doch dürfe nicht am falschen Ende zu Lasten der heranwachsenden Generation gespart werden.

Manche Ansprüche müssen zurückgeschraubt werden

Darum genieße eine neue Schule mitsamt einer neuen Sporthalle unbedingte Priorität. Es führe kein Weg daran vorbei, dass manche Ansprüche heruntergeschraubt werden müssen. Nicht mehr alles Wünschenswerte bleibe finanzierbar.

Die Kommunalwahl 2024 brachte im Ortschaftsrat personelle Veränderungen. Vier Ortschaftsräte sind ausgeschieden und vier neu hinzugekommen. Bühler dankte den ausgeschiedenen Ratsmitgliedern für jahrelang ersprießliche Arbeit für die Bürger und die Ortschaft.

In Kuhbach gehe die Planung des Bausteins „Mehrgenerationenhaus“ oder „Seniorenwohnen“ in der Dorfmitte weiter. Das noch nicht umgesetzte Einlaufwerk für den Brudertalbach bereite noch immer Sorge. Bühler thematisierte auch die von vielen heftig abgelehnte Einführung von Tempo 30 auf der B 415.

Kleinschmidt: Räte sind die Stimme der Bürger

Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, so Bühler auf dem Neujahrsempfang weiter, allen zu danken, die im vergangenen Jahr Verantwortung und Dienste für die gesamte Dorfgemeinschaft erbrachten, ob in der Feuerwehr, in den Vereinen, in der Pfarrgemeinde oder auch im Kreise der Nachbarn oder Familien.

Weihnachtlich-königlichen Glanz verbreitete der Aufritt der Kuhbacher Sternsinger, die der Versammlung mit ihren Darbietungen Gottes Segen und ein gutes neues Jahr wünschten. Der Ortsvorsteher dankte den Kindern und Jugendlichen, die sich mit anderen jungen Leuten auch bei der „72-Stunden-Aktion“ beteiligten – und so für die ältere Generation eine große Hilfe waren und jetzt bei den Sternsingern für Projekte in Kenia und Kolumbien sammeln.

Kleinschmidt überbrachte derweil die Grüße des Oberbürgermeisters. Als Reichenbacher Nachbar fühlte er sich im Vereins- und kommunalpolitischen Leben stets mit Kuhbach verbunden. Gemeinderäte seien die Stimme der Bürger und die Brücke zwischen deren Anliegen und den Entscheidungen, die das gemeinsame Leben betreffen. Sie müssen die Bedürfnisse und Wünsche der Menschen in der Stadt erkennen und in konkrete Maßnahmen umsetzen.

Abschluss

Ein zwangloser gemeinsamer Umtrunk und Imbiss schloss sich an. Dabei nutzten viele das zwanglose Gespräch mit den Vertretern des Ortschafts- und Gemeinderates sowie den Vereinen.