Klares Bekenntnis beim Neujahrsempfang in Hüfingen: Im Rahmen der Veranstaltung gibt Bürgermeister Michael Kollmeier bekannt, ob er nochmals für das Amt des Bürgermeistes kandidieren möchte.
Michael Kollmeier lebt mit seiner Familie seit 2019 in Hüfingen. „Es ist mir eine Ehre, der Bürgermeister dieser Stadt zu sein“, sagte er in seiner Ansprache. Aber will er auch Bürgermeisters bleiben und bei der nächsten Wahl antreten? „Es gibt viele Projekte und neue Ideen. Wenn Sie/Ihr mich weiter wollt“, dann wolle er diesen Weg gemeinsam mit den Bürgern der Stadt und den Ortsteilen gehen. „Ich werde sehr gerne meine Arbeit in den kommenden Jahre in den Dienst unseres Gemeinwesens stellen und als Bürgermeister mit Ihnen die Entwicklung unserer Stadt voranbringen“, kündigte Kollmeier an, erneut kandidieren zu wollen.
Mobilität im Fokus
Zuvor ging er in seiner Neujahrsansprache auf Entwicklungen und Erfolge 2023 ein und entwarf einen Ausblick auf bestehende Projekte, die 2024 und danach umgesetzt werden sollen. Die Überschrift seiner Rede lautete „Gut leben in Hüfingen“. Einen Fokus legt Kollmeier auf die Begriffe „Mobil“, „Bildung“ und „Leben“.
Für die Mobilität stehen die Baumaßnahmen in der Schaffhauser Straße, die laut Kollmeier eine Verbesserung sowohl für Autos, Radfahrer und Fußgänger gebracht haben. In Kooperation mit Nachbarstädten habe der öffentliche Nahverkehr verbessert werden können. Neue Radwege wurden eröffnet und ein Lärmaktionsplan kam zur Umsetzung, so das Stadtoberhaupt weiter. Für die Bildung wurden bauliche Erweiterungen der Lucian-Reich-Schule, bauliche Maßnahmen in allen Kitas angeführt, die verbesserte Betreuungszeiten ermöglichen würden.
47 Bauanträge in der Gesamtstadt genehmigt
Das Leben in Hüfingen sei und werde gefördert durch eine verbesserte Infrastruktur, neue Baugebiete, wie zum Beispiel Loretto, Spielplätze, Innenentwicklung und die lokale Energiewende. Hierzu betonte Kollmeier, dass Hüfingen schon weit fortgeschritten ist. Dennoch werde man diese Entwicklungen weiterhin vorantreiben. Er dankte den Vereinen für deren Engagement bei Baumaßnahmen und den Einsatz bei Veranstaltungen, die das Leben in Hüfingen für die Bürger so lebenswert machen.
47 Bauanträge wurden in der Gesamtstadt genehmigt. In der Zukunft erwarte man mehr Anträge für Mehrfamilienhäuser. „Hüfingen bleibt jung und stabil“, über 8000 Einwohner würden in der Kernstadt und den Ortsteilen leben. Eine positive Entwicklung, die für Stadt und Verwaltung auch eine Herausforderung für die Verbesserung der Infrastruktur sei. Die Basis, um die künftigen Vorhaben anzugehen, sei der solide finanzielle Rahmen, obwohl man das Minus der Stadtwerke mittragen müsse. Man arbeite mit einem Investitionsvolumen von über vier Millionen Euro, um auch größere Projekte, wie die Ausweitung des Breitbandes, Nahwärmekonzept und die Erweiterung der Betreuungsangebote für Kinder umsetzen zu können. „Zukunftschancen nutzen“, ist die Botschaft, die er den Bürgern darstellte.
In ihren Grußworten betonten Landrat Sven Hinterseh und Bürgermeistervertreter Harald Weh die Bedeutung des Ehrenamtes für das gesellschaftliche Miteinander und gingen auf die bevorstehenden Kommunalwahlen ein. Beide erhoffen sich eine aktive und zahlreiche Beteiligung der Bürger und einen respektvollen Umgang im Wahlkampf.
Der Sozialpreis
Gewinner
Traditionell wird beim Neujahrsempfang der Hüfinger Sozialpreis vergeben, dieses Jahr an zwei Gewinner. Der erste Preis geht an den Trauerkreis, der sich um Trauernde nach dem Verlust eines Angehörigen kümmert. Im Rahmen von Gruppen- und Einzelgesprächen werden die trauernden Frauen von Sandra Hirth und Sylvia Faller begleitet. Die Jury erkennt damit die fordernde und wertvolle Arbeit des Vereins an. Der zweite Preis geht an die Elterninitiative Wiesenkinder, die sich zum Ziele setzt, in Hausen vor Wald einen Naturkindergarten für mindestens 20 Kinder zu etablieren. Die Jury möchte das Projekt unterstützen und besonders das hohe ehrenamtliche Engagement der Eltern anerkennen. Anette Rigger und Christina Meckes nahmen den Preis entgegen.