Für seine Bürger hatte Oberbürgermeister Jürgen Großmann beim Neujahrsempfang jede Menge Lob übrig. In der Stadthalle blickte er nach vorn und zurück.
Wohl kaum ein Wort kam in der Ansprache des Oberbürgermeisters häufiger vor als der Nagolder „Bürgersinn“. Von dem zeigte sich das Stadtoberhaupt in seiner gut 90-minütigen Ansprache immer wieder begeistert – sei es nun im Zusammenhang mit den Veranstaltungen der „Charity Events“, beim Kindergarten Hasenbrunnen, der „Nagolder Suppe“ oder bei den neuen Wasserbrunnen in der Stadt.
Vor gut 650 Gästen blickte Großmann zurück auf die Höhepunkte des Jahres 2025 und voraus auf die zu erwartenden Höhepunkte des Jahres 2026. Beim Rückblick nannte der OB freilich das Großprojekt Zellerschule, Keltenfest und Weihnachtsmarkt, den 30. Geburtstag des Stadtseniorenrats, die Bauprojekte auf dem Digel-Areal, von Boysen auf dem Eisberg und von der IHK in der Innenstadt.
2027 soll das neue „Bauhaus“ eröffnet werden
Traditionell nutzt das Stadtoberhaupt die Ansprache beim Neujahrsempfang, um anstehende Vorhaben in der Stadt vorzustellen. Im vergangenen Jahr war das beispielsweise der Neubau von „Bauhaus“ im Iselshauser Tal. Der wurde aber 2025 nicht Realität. Dafür soll es nun in diesem Jahr losgehen. Im Frühjahr 2027 wird dann die neue „Bauhaus“-Niederlassung ihre Pforten öffnen, verriet Großmann.
Damit verbunden sind die zwei neuen Kreisverkehre im Iselshauser Tal, deren Bau für die Bürger mit so mancher Belastung verbunden sein dürfte, orakelte der Rathauschef, der es am liebsten hätte, wenn die beiden Kreisverkehre komplett vom Himmel fallen würden.
Als weitere größere Bauprojekte nannte Großmann die Renaturierung des Kreuzertals, die Sanierung des Krankenhauses inklusive der neuen Geburtshilfe, die bereits laufende Baustelle im Kleb, die Sanierung des alten Notariats sowie die Sanierung und die Ergänzung der Remigiuskirche. Im Kulturbereich soll im Posthof an der Alten Seminarturnhalle eine Freilichtbühne entstehen und im Steinhaus ein eigenes Otto-Dünkelsbühler-Museum.
Strecke des Klebbähnles soll erweitert werden
Bewegung soll es bei einer sehr beliebten Nagolder Attraktion geben: Die Strecke des Klebbähnles soll Richtung Badepark erweitert werden. Für die Minigolfanlage habe man einen neuen Pächter gefunden, verriet Großmann.
In Sachen Veranstaltung werde es eine Neuauflage des Nordschwarzwald-Triathlon geben, möglicherweise werde das Event als europaweite Veranstaltung über die Bühne gehen. Auf der Burg soll es im September eine „Traumzeit“ geben. Vom 24. Juli bis 15. August wird es eine Neuauflage des Bürgertheaters geben. Wo das allerdings stattfinden wird, ist aktuell noch nicht geklärt.
Künstliche Intelligenz bald im Rathaus
Neue Zeiten sollen im Nagolder Rathaus anbrechen. Jürgen Großmann kündigte Online-Dienste und das „virtuelle Amt“ an. Darüber hinaus werde verstärkt auch Künstliche Intelligenz in der Verwaltung zu Einsatz kommen, so das Stadtoberhaupt. Details dazu nannte Großmann allerdings noch nicht. Neu denken will man im Rathaus auch das Thema Stadtmarketing. In einem Leitbild will man Antworten auf die Frage finden, was denn Nagold als Stadt ausmacht.
Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Nagolder Stadtkapelle, die Bewirtung übernahm der Förderverein des Otto-Hahn-Gymnasiums.