Die Neujahrsbrezel wird beim Bräunlinger Neujahrsempfan angeschnitten (von links): Peter Ebnet, Sven Hinterseh, Martina Braun, Micha Bächle, Thorsten Frei, Michael Schmitt, Ursula Gehringer, Philipp Hofacker und Michael Gut. Foto: Dagobert Maier

Beim Neujahrsempfang in Bräunlingen wurde Micha Bächle für weitere acht Jahre verpflichtet. Musik, Grußworte und klare Botschaften prägten den Abend.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs hat Stellvertreter Michael Gut den amtierenden Bürgermeister Micha Bächle vor zahlreichen Gästen für die nächsten acht Jahre als Bürgermeister verpflichtet.

 

„Du gehst niemals allein“, sagte Gut, der auf die zentrale Botschaft des Liedes hinwies, das von einer starken Gemeinschaft erzählt. Nachdem Bächle den Amtseid abgelegt hatte, bekam er anerkennenden Applaus.

Der Lammchor sang mit „La sera sper il laq“ in rätoromanischer Sprache und erzählte so von innerer Ruhe, Frieden und Harmonie. Weitere Lieder folgten. Die Kinder der Löwengrundschule zeigten einige Schulszenen, bei denen das Glück eine wichtige Rolle spielte. Die Stadtkapelle unter Mario Franke unterhielt musikalisch.

„Wenn ich auf die vergangenen acht Jahre zurückblicke, dann können wir gemeinsam eine gute Bilanz ziehen. Unsere Stadt ist gut durch die herausfordernden Zeiten der letzten Jahre gekommen, weil wir gemeinsam an einem Strang gezogen haben“, sagte Bürgermeister Bächle. Bräunlingen sei eine wachsende, attraktive Stadt, in der viel für die Infrastruktur investiert worden sei, darunter seien einige neue Baugebiete zu nennen.

Die Stadthalle Bräunlingen ist beim Neujahrsempfang komplett gefüllt. Foto: Dagobert Maier

Ein Rückgrat der Stadt seien die vielen Betriebe, von denen Bächle beispielhaft die Firma Straub Verpackungen und Freilacke nannte, die viel in den Standort Bräunlingen investiert haben. Gerade in den aktuellen Zeiten sei dies ein wichtiges Signal, wofür er besonders dankbar sei.

Dass die Stadt für gute Rahmenbedingungen sorgt, könne man an den Gewerbegebietserweiterungen bis zur „Oberen Gießnau“ sehen. Als einen Meilenstein für die Stadtentwicklung bezeichnete er die Stadtsanierung und den Aufbau des Nahwärmenetzes, das bis zum nächsten Jahr zum Seniorenzentrum führen soll.

Zusammenhalt in Bräunlingen

Bächle lobte den guten Zusammenhalt in Bräunlingen und den Stadtteilen, was besonders an der „tollen Vereinslandschaft“ zu sehen sei. „Wir alle sind für eine gute Entwicklung unserer Stadt mitverantwortlich“, sagte Bächle. Bezüglich der zweiten Gauachtalbrücke bekräftigte er, dass „wir keine Bremser durch kleine Verbände, sondern Macher benötigen“.

Der Bundesminister im Gespräch (von links): Christoph Heini, Vera Sulzmann, Wolfgang Wehrle und Thorsten Frei. Foto: Dagobert Maier

Für 2026 sehe er nicht nur die Herausforderungen, sondern auch viele Chancen und Hoffnungen. Es gehe darum, „nicht naiv positiv zu sein, sondern trotz Risiken aktiv Chancen zu ergreifen und Neues zu wagen“.

Die Politik müsse auf allen Ebenen „für möglichst gute Rahmenbedingungen sorgen, damit jeder leben kann, wie er es möchte“, betonte Bundestagsabgeordneter und Bundesminister Thorsten Frei. „Was wir in der letzten Zeit erlebt haben, hat gezeigt, dass unsere Sicherheit ein Stück weit verloren gegangen ist. Wir sollten versuchen, eine Politik zu machen, dass es uns allen besser geht.“

Hand in Hand arbeiten

„Wir können selbst viel dafür tun, dass es uns besser geht“, meinte Landrat Sven Hinterseh. Man müsse dankbar sein, in einer Demokratie zu leben. Er lobte die gute Arbeit in den Kommunen, im Ortschaftsrat sowie im Gemeinderat und freute sich, dass sich Bräunlingen in den zurückliegenden acht Jahren gut weiterentwickelt habe.

„Dass wir uns heute in der Stadthalle treffen, zeigt, dass wir miteinander verbunden bleiben, einander unterstützen und Hand in Hand arbeiten“, sagte die Landtagsabgeordnete Martina Braun. Sie nannte einige Beispiele, bei denen die Bürger aktiv mit dabei sind, und betonte, „dass Bräunlingen eine starke Gemeinschaft ist, die sich füreinander einsetzt“.

Lobende Wort von Michael Schmitt

Im Namen der Bürgermeister im Kreis sprach Michael Schmitt aus Brigachtal lobende Worte über die acht Jahre Micha Bächle in Bräunlingen. Er habe Herausforderungen gemeistert. Schmitt wünschte viel Glück, Kraft und Zuversicht für die nächsten acht Jahre und übergab ein Präsent an Bächle.

Eine glückliche Hand bei allen Entscheidungen für die nächsten acht Jahre wünschte Martin Hornung als Vertreter der Bräunlinger Vereine; und da sei viel Mut für neue Wege, Geduld bei schwierigen Momenten, genügend Humor und vor allem Gesundheit, Energie und Freude im Amt gefragt.

Gemeinsam wurde die Nationalhymne gesungen und dann die große Neujahresbrezel angeschnitten. Viele Gespräche gab es bei den Stehtischen, Getränken und Häppchen.

Zur Finanzlage

Die Finanzierung von Projekten
werde immer schwieriger, was trotz der Zuschüsse eine gute Ausgabendisziplin erfordere, sagte Micha Bächle in seiner Ansprache. Die Finanzlage verschlechtere sich auch in Bräunlingen, weshalb auch wir den „Gürtel enger schnallen müssen“. Man komme 2026 ohne neue Schulden aus. Bächle freue sich über das Sondervermögen des Bundes, von dem 3,7 Millionen Euro in zwölf Jahren nach Bräunlingen fließen werden. Doch die Bräunlinger Beteiligung am Realschulneubau liege deutlich darüber.