Für ehrenamtliches Engagement ehrten Ortsvorsteher Dirk Sieber (rechts) und sein Stellvertreter Ralf Witt (links) Marlies und Rudi Hagg, Fridolin Hagg, sowie Helmut und Edeltraud Jung (von rechts). Foto: Karl-Otto Gauggel

Zum Neujahresempfang hatten Benzingens Ortsvorsteher Dirk Sieber und sein Ortschaftsrat in die Benzinger Mehrzweckhalle geladen – und die Bürger kamen gern . Ein Programmhöhepunkt war die Ehrung verdienter Benzinger.

Dem erst vor wenigen Monaten ins Amt gewählten Ortsvorsteher Sieber war am Vorabend des Dreikönigstags die Freude über ein „volles Haus“ deutlich anzumerken. Nach einem musikalischen Willkommensgruß der „Germanen-Pfetzer“ begrüßte er Bürgermeister Michael Maier und seine eigenen Amtsvorgänger Karl Späh, Walter Sieber und Ewald Hoffman samt den Vertretern der Benzinger Vereine sowie Manuel Seßler, Harthausens stellvertretenden Ortsvorsteher.

 

Danach ließ er mit Hilfe des Beamers die Statistik sprechen: In Benzingen und dem Weiler Blättringen gab es 2025 sechs Geburten und 13 Sterbefälle; aktuell leben 1026 Einwohner im Ort. Im Kindergarten werden 36 Kinder betreut, darunter sieben Vorschüler. Der Ort hat 13 Vereine, denen Sieber für vielfältige Angebote und eine „tolle Arbeit“ dankte.

Untermalten die Feierstunde musikalisch: die Germanen-Pfetzer. Foto: Gauggel

Anschließend erinnerte er mit einer Fotopräsentation an die Höhepunkte des vergangenen Jahres, darunter den Bürgerball der Germanenzunft, das Vatertagsfest, das Alb-Lauchert-Fußballturnier, die Sommerserenade der Musikkapelle, den Martinsumzug im November und den Benzinger Advent rund um den Röhrlebrunnen. Nicht unerwähnt blieben die wichtigsten kommunalpolitischen Ereignisse des Jahres, allen voran die Kommunalwahlen im Juni und die aufwendige Hallensanierung, sowie das Unwetter, das im Frühsommer verheerende Schäden, auch an Wald- und Feldwegen, angerichtet hatte.

Ortsvorsteher Dirk Sieber (rechts) und sein Vorgänger Ewald Hoffmann Foto: Gauggel

Und dann war da noch ein Ortsvorsteherwechsel gewesen. Sieber bat Ewald Hoffmann, seinen Amtsvorgänger und jetzigen Bürgermeister von Schwenningen, nach vorne, um ihm unter großem Applaus für die geleistete Arbeit zu danken und ihm ein gerahmtes Porträtfoto zu zeigen. Dieses werde in der Galerie der vormaligen Bürgermeister und Ortsvorsteher im ehemaligen Benzinger Rathaus einen würdigen Platz finden.

In seinem Grußwort spannte Bürgermeister Michael Maier den Bogen von der großen Politik bis zu den aktuellen Herausforderungen der Gesamtgemeinde Winterlingen. Er informierte über anstehende Investitionen in Schulen, Straßensanierung und das Benzinger Baugebiet Stockäcker sowie über kostenintensive Maßnahmen im Bereich der Wasser- und Abwasserversorgung – sie allein würden im laufenden Jahr mit Kosten in Höhe von etwa sechs Millionen Euro zu Buche schlagen.

Auch ans leibliche Wohl war beim Neujahrsempfang gedacht. Foto: Gauggel

Vereinssprecher Ralf Witt bedankte sich bei allen Vereinen in Benzingen und Blättringen für die gute Zusammenarbeit und die „wirklich gute Vereinsarbeit“. Im Anschluss daran wurden traditionsgemäß mehrere Bürgerinnen und Bürger geehrt, die sich durch ihr bürgerschaftliches Engagement um die Dorfgemeinschaft verdient gemacht haben. Die Kneipp-Anlage beim Benzinger Dingelebrunnen wird 2025 zehn Jahre alt; angesichts des Jubiläums hatte sich der Ortschaftsrat für Fridolin Hagg, Edeltraud und Helmut Jung sowie für Marlies und Rudi Hagg entschieden, die sich seit vielen Jahren als ehrenamtliche Brunnenpaten um das Becken am Benzinger Ortsrand kümmern. Unter großem Applaus nahmen die Fünf aus den Händen Siebers und seines Stellvertreters Ralf Witt Wein und Blumen entgegen.

Dem offiziellen Teil folgte der gesellige. Die Guggamusik spielte unter der Leitung von Elena Schachtschneider, und ums leibliche Wohl der Gäste kümmerte sich das Team des Ortschaftsrats.