Einmal im Jahr soll es in einer Kommune eine Einwohnversammlung geben. 2025 wird es damit in Bad Liebenzell nichts mehr – aber im nächsten.
Am Sonntag, 25. Januar, gibt es ab 11.30 Uhr im Spiegelsaal des Kurhauses in Bad Liebenzell eine Einwohnversammlung. Doch die Veranstaltung ist keine klassische Einwohnversammlung, bei der die Verwaltung lediglich die Bürger über wichtige Angelegenheiten in der Kommune informiert. Vielmehr ist darin ein Neujahrsempfang integriert. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat von Bad Liebenzell in seiner jüngsten Sitzung bei einer Gegenstimme.
Wird Bürgermedaille verliehen?
Folgende Tagesordnung ist geplant: Begrüßung, Grußworte, Finanzzwischenbericht, bauliche Entwicklung, Klimawandelanpassung, Wasser/Abwasser/Breitbandversorgung, Freizeit und Tourismus Bad Liebenzell GmbH, Information zum Katastrophenschutz, Ehrungen, eventuell Verleihung einer Bürgermedaille, Verabschiedung.
Stadt würdigt Ehrenamt
Stadtrat Maik Volz (CDU) fragte in der Gemeinderatssitzung nach, was unter dem Tagesordnungspunkt „Ehrungen“ gemeint sei. Hauptamtsleiter Fabio Hubert antwortete, dass die Stadt sowohl sportliche Leistungen als auch ehrenamtliches Engagement in Vereinen würdige. Volz wollte wissen, wo hier die Grenze liege.
Bürgermeister-Stellvertreter Sebastian Kopp antwortete, dass das Ganze in kompakter Form passiere. Die Stadt sei auf alle Vereine zugegangen.
Dietmar Lehmann-Schaufelberger (Grüne) ergänzte, dass es darum gehe das Ehrenamt noch mehr in den Vordergrund zu stellen. Es spiele bei Einrichtungen wie der Bibliothek oder dem Freibad eine Rolle.
Vereine sollen die Gelegenheit bekommen sich zu präsentieren, entweder bei einer solchen Einwohnerversammlung mit Neujahrsempfang oder in Gemeinderatssitzungen, machte Kopp deutlich. Die Stadt habe irrsinnige Probleme im Haushalt. Das werde das Ehrenamt noch wichtiger. Kopp meinte schmunzelnd, dass auch ein Sparschwein aufgestellt werden könnte.