In Steinach wurden verdiente Bürger durch Bürgermeister Nicolai Bischler (von links) ausgezeichnet: Josef Striegel, Reinhard Grimmer, Stefanie Hummel in Vertretung ihres Mannes, Ingo Vivell und Heinrich Volk sowie Lukas Geisler (vorne). Foto: Störr

Zum Neujahrsempfang in Steinach blickte Bürgermeister Nicolai Bischler auf vergangene und kommende Projekte, darunter der Dorfladen und das kommunale Gewerbegebiet. Ehrungen gehörten auch zum Programm des Empfangs.

Zum Neujahrsempfang der Gemeinde Steinach hatten sich viele Gäste in der Turn- und Festhalle eingefunden. Neben Landrat Thorsten Erny begrüßte Bürgermeister Nicolai Bischler politische Vertreter aus Bund und Land, die Grußworte sprach stellvertretend die aus Welschensteinach stammende Ministerin für Justiz und Migration, Marion Gentges (CDU).

 

Musikalisch umrahmt vom Blechbläser-Ensemble des Musikvereins Steinach blickte der Bürgermeister zunächst auf die geopolitische Lage und resümierte: „Während viele der großen Herausforderungen außerhalb unseres Einflusses liegen, können wir hier vor Ort einiges bewegen.“ Im Rückblick auf das vergangene Jahr benannte er die Europa-, Kreis- und Kommunalwahlen und große Projekte wie die Sicherstellung der Wasserversorgung in der Gemeinde, begonnene Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, das Verkehrskonzept oder die Breitbandversorgung. Auch für das laufende Jahr benannte er „wichtige Projekte“, die angegangen oder fortgeführt werden. Die Umgestaltung des Pfarrgartens soll ebenso abschlossen werden wie die Sanierung des Pfarrhaues und des Gebäudes in der Talstraße 16 zur Unterbringung von Geflüchteten.

Der Breitbandausbau und das Verkehrskonzept sollen weiter vorangebracht werden und: „Für den Dorfladen wird es noch einmal einen Anlauf geben. Ein Kombikonzept aus ‚Tante M‘ in Verbindung mit einem Genossenschaftsmodell.“ Weiter ging der Ausblick auf Projekte wie das kommunale Gewerbegebiet, den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung, die neue Turn- und Festhalle sowie Stadtradeln und Kinzig-Rad-Tag mit „Unser Chor“ als Partner.

Bischer bestätigte, dass er nicht wieder zur Wahl stehe

Die Bundestagswahl am 23. Februar müsse in kürzester Zeit vorbereitet werden, voraussichtlich im Herbst stehe für die Steinacher die zweite Wahl an. Nicolai Bischler erklärte noch einmal, dass er aus Altersgründen nicht noch einmal für das Amt des Bürgermeisters kandidieren wird: „Ich halte es für sinnvoll, den Platz freizumachen.“ Am Ende seiner Ansprache stand der große Dank an Vereine, Kirchen und Institutionen für deren wertvollen und in erster Linie ehrenamtlichen Einsatz während des ganzen Jahres. Pfarrer Christian Meyer von der evangelischen und Veronika Rost in Vertretung der katholischen Kirche hielten eine äußerst unterhaltsame Segensansprache, für die es immer wieder Applaus gab.

Auszeichnungen verdienter Bürger als Teil des Neujahrsempfangs

Allen voran wurden Ingo Vivell und Heinrich Volk als DRK-Mitglieder geehrt. Volk engagiert sich seit 40 Jahren im DRK, war zehn Jahre lang stellvertretender Bereitschaftsleiter und sechs Jahre als Beisitzer im Vorstand. Vivell war zunächst drei Jahre lang Vize und anschließend 24 Jahre lang Vorsitzender des Steinacher DRK-Ortsverbandes. Dafür wurde er 2008 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Josef Striegel ist ein Urgestein der Welschensteinacher Musikkapelle und hatte vom Jugendleiter über den stellvertretenden Vorsitzenden bis hin zum stimmberechtigten Beisitzer verschiedene Ämter inne. Außerdem dirigierte er elf Jahre lang den Musikverein Schweighausen und bildete dort etwa 70 Jungmusiker aus. Nicolai Bischler überreichte eine goldene Klarinette im Namen von Wilhelm Schmider („Figaro“, Biberach). Ehren-Narrenrat Reinhard Grimmer engagierte sich 17 Jahre lang als Narrenrat der Bachdatscher, war dort für den Narrenkeller sowie mehrere Umbauten und Renovierungen zuständig. Lukas Geisler holte sich den süddeutschen Meistertitel und hinterließ bei den Deutschen Meisterschaften Eindruck. Manuel Hummel wurde in Abwesenheit für sein großes Engagement in der DJK ausgezeichnet.