Bürgermeister Wolfgang Hermann hielt bei der vom Vorsitzenden des Historischen Vereins Hubert Maier-Knapp (rechts) organisierten Neujahrsserenade seine Neujahrsansprache. Foto: Agüera

Seit mehr als 30 Jahren ist die Neujahrs-Serenade ein festlicher Höhepunkt in Hausach. Bei der diesjährigen Veranstaltung standen Frieden und die Weltpolitik im Mittelpunkt, begleitet von musikalischen Darbietungen und Gedichten. Bürgermeister Hermann gab außerdem einen Ausblick auf 2025.

Die guten Wünsche fürs neue Jahr kamen bei der Neujahrs-Serenade von Herzen. Längst ist das besinnliche Verharren an der Schwelle des neuen Jahres eine liebgewonnene Hausacher Tradition geworden.

 

Am Neujahrstag zog es die Besucher zur Serenade des Historischen Vereins mit Burgwache, Burgfrauen und Burgbläsern in die Hausacher Altstadt, die sich bei diesem schönen Brauch auf das Jahr einstimmten. Die Neujahrs-Serenade war diesmal der Zeitenwende und dem Frieden in der Welt gewidmet.

Hubert Maier-Knapp erinnerte an die vielen weltpolitischen und globalen Ereignisse. „Es sollte uns eigentlich täglich bewusst sein, wie zerbrechlich das Gleichgewicht des Lebens auf der Erde ist“, betonte der Vorsitzende des Historischen Vereins.

Hermann blickte auf viele Höhepunkte zurück

Passend trugen Meier-Knapp, unterstützt von Edeltraud und Christa Müller die zeitlosen Gedichte „Die Zeit“, „Der 13. Monat“ – „für alle, denen die zwölf Monate im kommenden Jahr nicht reichen“ – und „Die Entwicklung der Menschheit“ von Erich Kästner vor.

„Wir waren im letzten Jahr wieder sehr fleißig“, blickte Bürgermeister Wolfgang Hermann in seiner Neujahrsansprache, traditionell am Handwerkerbrunnen, zurück. Er erinnerte unter anderem an zahlreiche Jubiläen und Veranstaltungen, die Gesundheitsvorsorge als „ein Hauptaugenmerk“, Eröffnung des neuen Wohnheims der Lebenshilfe, Vertragsunterzeichnung für das Projekt „barrierefreier Ausbau Bahnhof“ und den langersehnten Förderbescheid für den Glasfaserausbau im Außenbereich sowie die Gemeinderats- und Kommunalwahl. Den Generationenwechsel in der Hausacher Stadtverwaltung habe man trotz vorherrschender Bewerberflaute gut hinbekommen, „Hausach hat halt einfach einen guten Namen“, so der Bürgermeister.

In seinem Ausblick auf 2025 erklärte Hermann, dass es für so manche Firma nicht einfach werde. „Die vorherrschenden Krisen haben erwartungsgemäß auch Hausach erreicht.“ Kommunales Hauptprojekt sei die Sanierung der Ortsdurchfahrt. „Schöner wird es auf jeden Fall werden, aber das ist bei dem derzeitigen Zustand beileibe auch keine Kunst“, fügte er augenzwinkernd hinzu. Eigentumswohnungen im Burghof sollen nach Sanierung durch einen Investor in die Vermarktung gehen. In den Aufbau des neuen Tanklöschfahrzeugs wird investiert und ein Naturkindergarten verwirklicht.

Die Serenade wird seit mehr als 30 Jahren begangen

Eine neue Außensauna im Kinzigtalbad und die Eröffnung eines Eiscafés in der Hauptstraße stehen an. Der DRK-Ortsverein feiert zwei Jubiläen: 125 Jahre Ortsverein und 50 Jahre Jugendrotkreuz. Im Herbst ist die Einweihung des neuen DRK-Gebäudes nebst betreutem Wohnen auf dem Areal der alten „Zigarrenfabrik“ geplant. Bis dahin sollen auch die Sozialwohnungen am Mostmaierhofgelände fertiggestellt sein. „Derzeit nehmen die Planungen für das verwaiste Areal gegenüber dem Bahnhof nun auch wieder adäquate Formen an“, verriet der Bürgermeister.

Und auch die anstehenden Wahlen, die Bundestagswahl am 23. Februar sowie die Bürgermeisterwahl im Herbst stehen an. „Hausach ist für meine Familie zum geliebten Lebensmittelpunkt geworden“ und „ich selbst habe für Hausach noch viel vor“, warb Wolfgang Hermann in eigener Sache und gab seine erneute Kandidatur noch einmal offiziell bekannt.

Sein Dank galt schließlich allen, die sich ehrenamtlich engagieren. „Miteinander können wir vieles, nebeneinander können wir manches, gegenseitig zerstören wir das meiste“, betonte er.

Burgwache und Burgfrauen führten den Zug vom Treffpunkt vor dem Schwabenhans über den Handwerkerbrunnen zur Krottenau. Seit mehr als 30 Jahren wird die Neujahresserenade in Hausachs Altstadt begangen. Wie schon an der ersten Station das Hausacher Weihnachtslied „Beim Geläut der Weihnachtsglocken“ sind am Handwerkerbrunnen das Lied „Hoch vom Berge grüßt ein Schloss“ des Hausacher Musikers Karl Schmider mit dem Text von Kurt Klein sowie auch die „Ode an die Freude“ zum Abschluss der Serenade in der Krottenau nicht mehr wegzudenken.

Lebenshilfe in Hausach

Die Lebenshilfe im Kinzig- und Elztal hat in Hausach 2024 ein neues Wohnhaus für Menschen mit Behinderungen eröffnet. Nach 18 Monaten Bauzeit zogen die Bewohner aus der Eisenbahnstraße in ihr neues Zuhause in der Straße „Am Schlossberg“ um. Das Haus bietet 24 barrierefreie Einzelzimmer.