Mit reichlich körperlicher Arbeit hat der Bauhof Waldmössingen die Freifläche in der Ortsmitte mit Holzpavillon, Sitzmöglichkeiten und einem Römer aufgepeppt.
In der Ortsmitte Waldmössingen ist ein neuer Treffpunkt für Jung und Alt entstanden. Wer in den Kreisel ein- oder ausfährt oder ihn zu Fuß überquert, dem dürfte seit kurzem die optisch veränderte freie Grünfläche aufgefallen sein. Da sticht ein hölzerner Römer in Übergröße mit Lanze auf einem Betonsockel ins Auge.
Er wurde vom Bauhof bereits im vergangenen Winter, so wie es die Zeit während des Winterdienstes erlaubte, aus einem großen Baumstamm herausgearbeitet. Er soll die Identität Waldmössingens, das einst eine römische Siedlung war, sichtbar zum Ausdruck bringen.
Er blickt bewusst in Richtung Römerkastell am Schafsbühl beim Erlebnisbauernhof, wo im Sommer Grabungen von Studenten stattfanden.
Auf dem grünen Schutzschild des Römers prangert das Waldmössinger Wappen.
Gleich daneben sind zwei große Holzpergolen mit Pultdach aufgestellt, die im Innern gepflastert sind und mit Sitzbänken zum Verweilen einladen.
Sie werden nach Auskunft von Ortsvorsteher Reiner Ullrich bereits rege in Anspruch genommen und erfreuen sich großer Beliebtheit.
Fußwege mit Schotter
Eine umliegende Bepflanzung und Rindenmulch verschönert sie zusätzlich. Um das neue Freizeitangebot in der Ortsmitte trockenen Schuhwerks erreichen zu können, wurden zwei Fußwege mit Schotter und rotem Splittbelag angelegt.
Überwinterung im Bauhof
Bei der Umgestaltung der Freifläche sei berücksichtigt worden, dass die bisherige Nutzung durch die Narrenzunft und vom Gasthaus Rössle an der Fasnet weiterhin möglich ist, unterstreicht der Ortsvorsteher.
Der Römer wird allerdings nicht auf diesem Platz überwintern können. Um dessen Lebensdauer zu verlängern wird er laut Bauhofleiter Thomas Gaiselmann mit Beginn des Wintereinbruchs in einer Lagerhalle im Bauhof untergebracht und im Frühjahr wieder an seinem Platz aufgestellt. Der Betonsockel, auf dem der Römer fest verankert ist, wurde so hergestellt, dass der Transport problem- und gefahrlos mit dem Radlader und Staplergabel erfolgen kann.
Mit den Arbeiten für die Neugestaltung der Ortsmitte, die der Ortschaftsrat angeregt hatte, wurde praktisch schon im vergangenen Herbst mit dem Fällen von Nadelbäumen im Gemeindewald begonnen, die dann im Bauhof zugesägt, bearbeitet und imprägniert wurden.