Schönwald nimmt die Sanierung in mehreren Abschnitten in Angriff. Im Rahmen des Projekts stehen auch der Rückbau des Kurhauses samt Gästehaus und Tiefgarage an.
In der Bürgerversammlung in der Uhrmacher-Ketterer-Halle gab es zwei wichtige Themen, die Schönwald die nächsten Jahre beschäftigen wird und die der Gemeinde auch finanziell einiges abverlangen wird.
Da ist zum einen der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, der noch im Sommer beginnen soll, wenn denn alle Zuschüsse da sind. Sicher dagegen ist die Umgestaltung der Ortsmitte mitsamt der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 500. Diese soll auf einer Länge von rund 830 Metern inklusive der Bürgersteige saniert werden.
Volker Röhl von den Greiner Ingenieuren stellte das Gesamtprojekt vor. Die beiden mitbetroffenen Bushaltestellen werden barrierefrei gestaltet. Auch die Straße zum Kurzentrum erfährt eine Neugestaltung, allerdings erst 2029 als vierter Bauabschnitt.
Dazu habe das Regierungspräsidium beschieden, dass bei der Bundesstraße auch vor und hinter den Arbeiten die Fahrbahndecke saniert werden soll. Gute Nachricht: Vollsperrungen mit Umleitungen werde es nur kurzzeitig geben, nämlich dann, wenn der Feinbelag aufgebracht wird, ansonsten werde man einspurig mit Ampelregelung arbeiten.
Rückbau des Kurhauses
Im Zuge des gesamten Projekts werde man auch das Kurhaus Viktoria inklusive des Gästehauses zurückbauen, da die Verpachtung zur Jahresmitte entfalle, erklärte Bürgermeister Christian Wörpel. Eine Sanierung der Gebäude sei für die Gemeinde zu aufwändig. „Sollte kurzfristig ein Investor mit einem schlüssigen Konzept auftauchen, sind wir aber auch zu einem Verkauf bereit“, verdeutlichte er.
Zu den Arbeiten gehöre auch der Rückbau der Tiefgarage in der Ortsmitte – diese Arbeiten würden bereits in der nächsten Gemeinderatssitzung vergeben. Danach sollen alle Leitungen für eine weitere Nutzung verlegt werden.
Anschluss an Nahwärme möglich
Insgesamt werde es an der B 500 drei Bauabschnitte geben – der erste beginne so schnell als möglich und gehe von der künftigen Einfahrt zum Feuerwehrgerätehaus bis zur Einmündung Ludwig-Uhland-Straße. Dabei werde auch die Infrastruktur erneuert, also die Leitungen in der Erde, zusätzlich werde auch Nahwärme verlegt. „Wer Interesse hat, sollte sich frühzeitig melden, dann können wir auch weitere Gebäude anschließen“, grätschte der Bürgermeister dazwischen.
Der zweite Bauabschnitt beginne im kommenden Jahr, vom „Holzfäller“ bis in Höhe des Viktoria. In diesem Zuge werde ein Info-Point errichtet, der nach dem Aufbau eines Wanderparkplatzes auf dem Gelände der Tiefgarage an Bedeutung gewinne. Da soll auch der Start in den Heilklima-Wanderweg sein, zusätzlich zum Kuckucksuhren-Pfad. Auf dem Wanderparkplatz werde man auch Lade-Infrastruktur für E-Fahrzeuge vorsehen, weswegen auch Anne Megna als Koordinatorin für Mobilität und Klimaschutz beim Landratsamt anwesend war.
Auf Anwohner kommen keine Beiträge zu
Da auch die Bürgersteige Teil des Projekts sind, tauchte die Frage nach Anliegerbeiträgen auf – da würden keine berechnet, versprach Wörpel – es sei denn, der eine oder andere entschließe sich, größere private Parkplätze weiter hinten sanieren zu lassen – das sei nach wie vor Privatsache.
Der dritte Abschnitt verbinde dann die Bauabschnitte 1 und 2, also vom ehemaligen Kurhaus Viktoria bis zur Einmündung Ludwig-Uhland-Straße und laufe bis 2029. Auf die Frage, ob denn auch das Hallenbad in die Planungen einfließen würde, verwies Wörpel auf die komplexen Eigentumsverhältnisse, die bis dahin eher nicht geklärt seien.
Eventuell gibt es Anwohnerparkausweise
Auch die Frage, wo die Anwohner des Kurzentrums in dieser Zeit parken, kam auf. Da werde man eine Lösung finden, war sich der Bürgermeister sicher, später könnten sie auch stundenweise auf dem Parkdeck parken, eventuell könne man über Anwohnerparkausweise sprechen. Abgemeldete Fahrzeuge, Wohnmobile oder Wohnwägen würden auf keinen Fall Dauerparker werden.
Im Anschluss standen die Protagonisten für Fragen zur Verfügung.