Zum KI-Vortrag in der Szene 64 finden sich zahlreiche interessierte Zuhörer ein. Darunter sind etliche Unternehmer aus der Region als auch der Stadtarchivar (links(. Foto: Jambrek

Der Vortrag „Wachstumsmotor Künstliche Intelligenz. Schramberg lässt sich vom Sillicon Valley inspirieren!“ in der Szene 64 stieß auf reichlich Interesse und lockte rund 50 Gäste, darunter mehrere Unternehmer aus der Region an.

Mario Herger aus dem Sillicon Valley hielt den Vortrag ab. Er zeigte als Autor mehrerer Technikblogs etwa diverse Foto-Beispiele von teilautonom fahrenden Fahrzeugen, die im Sillicon Valley verkehren. Für sich selbst habe er sich zudem vorgenommen, jede Woche etwas technisch Neues auszuprobieren, um mit einem positiven Mindset den technischen Wandel anzugehen.

 

Herger startete seinen Vortrag mit einer Definition von Intelligenz und im Anschluss Künstlicher Intelligenz (KI). Die KI habe sich im Laufe der Zeit immer wieder bewährt und oftmals die Überlegenheit gegenüber dem Menschen auf verschiedenen Feldern, wie etwa dem Schachspiel bewiesen.

Amüsante Anekdote

Bei den Anwendungsbeispielen gab es auch die ein oder andere amüsante Anekdote. So erzählte Herger, dass eine Firma, die Staubsaugerroboter produziere, ihren Umgang mit Hundekot verbessern wollte. Im Zuge dessen, hätte diese aufgrund eines fehlenden Datenmaterials zum Einspeisen und Trainieren des Systems auf den Weg geschickt, um entsprechende Fotos zu schießen und so das System damit zu trainieren, so dass es entsprechende Hinterlassenschaften schneller entdecke.

Im Gespräch mit unserer Redaktion schilderten mehrere Unternehmer aus der Region, welche Rolle Künstliche Intelligenz in ihrer Branche bereits spielt. Bestattungshausinhaber Steffen Schindler sagte, dass KI in seiner Branche bereits bei Trauerapps wie „grievy“ zum Einsatz kommen würde. Eine Art Chatbot helfe dabei mit Trauer um einen lieben Menschen klarzukommen.

Idee für Designs

Ein Architekt, schilderte anonym, dass ihm KI dabei helfe, eine erste Idee für Designs seinen Kunden zu präsentieren und diese dann selbst weiter zu entwickeln. Wieder ein anderer Gesprächspartner schilderte, dass KI bei ihnen im Unternehmen dazu zum Einsatz komme, suchmaschinenoptimierte Beschreibungstexte im Onlineshop zu generieren.

Da KI sich laut Herger in einer dynamischen Entwicklung befindet, gehe er davon aus, dass hier in Zukunft noch viel mehr möglich sein werde, als es das heute ist. Für ihn sei KI mit der Dampfmaschine vergleichbar, sie habe die Wirtschaftswelt grundlegend verändert. Allerdings brauche es ein offenes Bewusstsein und eine positive Wahrnehmung der neuen Möglichkeiten durch die Nutzer, so dass sie zur vollen Entfaltung komme.