Der Turnverein Seelbach hat seine Struktur umfassend erneuert. Ein achtköpfiges Vorstandsteam tritt die Nachfolge von Thomas May an.
Auslöser für die Satzungsänderung waren die großen Schwierigkeiten, einen neuen Vorsitz zu finden. Thomas May, seit 21 Jahren Vorsitzender, hatte schon länger angekündigt, sein Amt abgeben zu wollen. Ein Nachfolger ließ sich jedoch über Jahre hinweg nicht finden. Die zunehmende Problematik, ehrenamtliche Spitzenämter zu besetzen, betrifft viele Vereine – entsprechend orientierte sich der TV Seelbach an modernen Vorstandsmodellen, die bereits andernorts erfolgreich umgesetzt werden.
Das neue Modell sieht einen gleichberechtigten Vorstand vor, der künftig aus mindestens drei und höchstens neun Mitgliedern besteht. Auf der Versammlung wurden die zentralen Änderungen vorgestellt. Die Verantwortlichkeiten und die Arbeitslast sollen auf mehrere Schultern verteilt werden. Außerdem können die Vorstandsmitglieder ihre Zuständigkeit untereinander flexibel anpassen. Ein weiterer Punkt sind neue Vereinsordnungen, die es ermöglichen, organisatorische Änderungen schneller und unkomplizierter umzusetzen.
Alle acht neuen Positionen im Vorstand konnten besetzt werden
Dass die Reform greift, zeigte sich bereits am Abend der Hauptversammlung: Die neu geschaffenen acht Vorstandspositionen konnten vollständig besetzt werden. Repräsentativer Vorstand ist nun Benjamin Eble, Ralf Welle übernimmt das Aufgabengebiet Veranstaltungen und Events. Verena Ruf kümmert sich um die Finanzen, Annette Morstadt um Turnen und Freizeit. Harald Jägle ist Vorstand Handball, Caroline Himmelsbach ist für das Protokoll und den Schriftverkehr zuständig. Vorstand Sonnwendlauf ist Thomas May, der Sonnwendhock ist Aufgabe von Markus Baumann.
Im Anschluss folgten die Berichte der Handballabteilung. Sportlich kann der TV Seelbach in der Saison 2024/25 auf ein gutes Jahr zurückblicken. Die zweite Herrenmannschaft belegte in der Bezirksoberliga den ersten Platz und sicherte sich damit die Meisterschaft. Als zentrales Zukunftsthema betonte die Abteilungsleitung die Integration junger Spielerinnen und Spieler.
C-Mädchenmannschaft ragte sportlich heraus
Die Jugend-Handball-Abteilung, die innerhalb der HSG Ortenau Süd organisiert ist, stellt mit rund 56 Prozent den größten Anteil der Kinder und Jugendlichen der Spielgemeinschaft. In der vergangenen Saison konnten in allen elf Altersklassen Mannschaften gemeldet werden.
Sportlich ragte besonders die C-Mädchenmannschaft heraus, die sich in der Bezirksliga den Meistertitel sichern konnte, auch die übrigen Teams erreichten gute Platzierungen und bestätigten damit die kontinuierliche Entwicklung im Jugendbereich. Großen Zulauf verzeichnet der Bereich der „Handball-Minis“. Rund 40 Kinder ab fünf Jahren werden derzeit betreut, es gibt sogar eine Warteliste. Das anhaltende Interesse zeugt von der Attraktivität des Angebots und der Bedeutung der Nachwuchsarbeit für die Zukunft.
Ehrungen
70 Jahre:
Herbert Prinzbach 60 Jahre:
Otto Oschwald 50 Jahre:
Brigitte Burkart, Ursel Dettmar, Bernd Klumpp, Franz Ringwald, Claus Wagner, Reinhard Wagner 40 Jahre:
Joachim Clever, Constanze Himmelsbach, Wolfgang Mech, Irene Volk, Kurt Wohlschlegel 25 Jahre:
Sabrina Bohnert, Kim Gabelmann, Wito Göpper, Oliver Grimm