Elf städtische Bauplätze im Wohnbaugebiet Ochsengarten Marschalkenzimmern mit einer Größe von 532 bis 807 Quadratmetern wurden bei der Gemeinderatssitzung gemäß Bauplatzvergaberichtlinie vom April 2021 vergeben.
Dornhan-Marschalkenzimmern - Das Vergabeverfahren für 16 Plätze war vom Gemeinderat Mitte Februar eröffnet worden. Zusätzlich werden im Plangebiet, das einem Umlegungsverfahren unterlag, fünf private Bauplätze erschlossen, die nicht der kommunalen Vergabe unterliegen.
Zwölf Bewerbungen waren bis zum Stichtag am 22. März bei der Stadtverwaltung eingegangen. Maximal konnten für sozialbezogene und ortsbezogene Vergabekriterien je 45 Punkte und für die Wartezeit zehn Punkte erzielt werden.
Pia Hangst vom Hauptamt hatte die Auswertung der Fragebögen und die Zuteilungsempfehlung nach erreichter Punktzahl in einer anonymisierten Tabelle zusammengefasst.
Ein Bauplatz besonders beliebt
Stadtrat Rainer Rais wunderte sich über eine auffällige Bevorzugung von Bauplatz Nummer sechs in der Bewerbergunst. Sechs von zwölf Bewerbern setzten ihn auf Rang eins, zwei weitere auf Rang zwei ihrer fünf Wunschplätze. Eine Erklärung war Bürgermeister Markus Huber auf Rückfrage nicht bekannt.
Ein Bewerber verfehlte mit sieben Punkten die zehn Mindestpunkte für die Vergabe. Huber kündigte eine nichtöffentliche Beratung des Gemeinderats an, ob der Bewerber dennoch berücksichtigt werden soll. Die übrigen Bewerber erzielten zwischen zwölf und 85 Punkten. Weitere Interessenten können sich laufend und direkt auf die verbleibenden Bauplätze bewerben. Sie werden nach dem Windhundprinzip vergeben.
Die Vergabe von elf Plätzen wurde einstimmig beschlossen. Die Stadtverwaltung wird die Bewerber über das Ergebnis der Zuteilung informieren und die Grundstücksverkäufe vornehmen.
Submission steht bevor
Pia Hangst wies in der Sitzungsvorlage darauf hin, dass die Grundstücksübergabe erst nach Abschluss der Erschließungsarbeiten erfolgen könne. Laut Huber findet die Submission für die Bauleistungen in Kürze statt. Die Kostenschätzung für den ersten Bauabschnitt wurde vom technischen Bauamt mit 1,2 Millionen Euro inklusive Ingenieurleistungen angegeben. Im aktuellen Haushaltsplan sind 1,3 Millionen veranschlagt.