Viele Probleme haben zahlreiche Nutzer mit dem neuen Parkkonzept am Schwarzwald-Baar-Klinikum in VS, wie unser Mitarbeiter Jörg-Dieter Klatt schildert.
Ganz offensichtlich soll das Nervenkostüm von Krankenhausbesuchern beim Einlösen der Ausfahrterlaubnis aus den alternativlosen Parkmöglichkeiten nach einem – vielleicht belastenden Besuch – nochmals aufs äußerste gereizt werden.
Hatte man schon beim Einfahren ins Parkhaus das Problem einen freien Platz zu finden, weil gleich zwei Ebenen aus unerfindlichen Gründen gesperrt waren, so wird die Bedienung des Geräts, welches die erhöhten Park(Straf-)gebühren verhindern soll, zu einem Hindernislauf durch die digitale Welt des Bezahlens.
Damit haben offensichtlich zahlreiche Nutzer viele Probleme, wie vor Ort zu sehen war.
Kennzeichen eingeben
Allein die Eingabe des Fahrzeugkennzeichens, mit dem man mit seinem Auto die Parkflächen befahren hatte, stellt eine Hürde dar. Wer sich hier an die übliche Schreibweise: Buchstabe/n – Strich – Buchstabe/n - Leerzeichen – Ziffer/n hält, bekommt eine Fehlermeldung.
Nein, es ist eigentlich einfach: Alle Buchstaben und Ziffern hintereinander eingeben und – bingo – schon erscheint auf dem Display das Vergleichskennzeichen des Fahrzeugs, mit dem man eingefahren war. Nur, woher soll man es wissen, denn leider suggeriert das Plakat in Automatennähe die klassische Eingabe.
Dass die Richtigkeit des Kennzeichens bestätigt werden muss, folgt einer gewissen Logik, leider aber nicht die Tastfläche, welche diese digitale Freigabe ermöglicht.
Gänzlich entnervt, weil wenig computeraffin, wird derjenige, welcher der Logik der Programmierer folgen muss – Fehlermeldung auf Fehlermeldung lassen die Wartezeit anwachsen.
Bezahlen, aber wie?
Nun folgt Hürde Nummer zwei. Bezahlen – gerne, aber wie? Bar? Kontaktlos? Per App? Wer die Zahlungswilligen beobachtet, kann feststellen, wie die Augäpfel scannend über das Touchfeld schwirren. Kruschtel-kruschtel – kram – kram. Geldbeutel gefunden – Kleingeld fehlt – Zahlung mit Geldschein nicht möglich. Wer einen halben Tag in der Notaufnahme verbracht hatte, ist schon genervt genug und muss sich nun noch um Münzen kümmern, damit er ungestraft nach Hause fahren kann.
Wer seine Girokarte für den kontaktlosen Zahlungsvorgang freigeschaltet hat, sollte nun seine PIN kennen, denn diese wird vom stummen Kassierer eingefordert.
Schlange wird länger
Die Schlange der Zahlungswilligen hat sich inzwischen deutlich verlängert. Das Unmutsgemurmel ist inzwischen zu deutlich wahrnehmbaren Schimpftiraden angewachsen.
Und leise tickt die unsichtbare Parkuhr. Denn wer länger vor dem Parkautomaten warten muss, darf einfach nur mehr fürs Parken löhnen. Die klitzeklein angebotene Bezahlalternative via App oder von zu Hause aus, ist auch nicht jedermanns/fraus Sache, denn noch haben nicht alle – vor allem betagtere – Klinikbesucher sich aufs digitale Bezahlen umgestellt.
So werden, mangels Bezahlalternativen, still und heimlich viele weitere enttäuschte Parkhausnutzer und höhere Parkgebühren/-gewinne generiert.