Die WFG will die Wirtschaft in der Region Nordschwarzwald unterstützen. Unser Foto zeigt das Industriegebiet auf dem Nagolder Wolfsberg. Foto: Thomas Fritsch

In der jüngsten Aufsichtsratssitzung der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) wurde einstimmig das neue Strategiepapier für die Jahre bis 2026 verabschiedet. Dieses zielt darauf ab, die zentralen Herausforderungen und Potenziale der Region zu identifizieren und mit geeigneten Maßnahmen anzugehen.

Die Entwicklung der Strategie 2026 erfolgte als Fortsetzung der bisherigen Strategie in enger Zusammenarbeit mit den Stakeholdern der WFG. „Eine Strategie ist mehr als nur ein Dokument - sie dient als Fahrplan für die Zukunft, der Orientierung bietet, Ziele und Maßnahmen definiert und den Weg aufzeigt, wie diese Ziele erreicht werden können“, schreibt die WFG in einer Pressemitteilung.

In einer Zeit des Wandels und der Herausforderungen sei eine klare strategische Ausrichtung für die Wirtschaftsförderung von entscheidender Bedeutung.

Die WFG hat sich zum Ziel gesetzt, Themen auf regionaler Ebene zu bearbeiten und dabei die Interessen und Belange der teilregionalen und kommunalen Wirtschaftsförderungen als Gesellschafter zu berücksichtigen und zu koordinieren. Die Vision ist klar formuliert: „Die Region Nordschwarzwald soll zu einem attraktiven, progressiven und leistungsstarken Wirtschaftsstandort für Unternehmen und Fachkräfte werden, der Mut zur Veränderung, Kooperationsbereitschaft und den Fokus auf nachhaltige Lösungen betont.“

Die Fäden zusammenführen

Die Mission der WFG besteht darin, gemeinsam mit anderen regionalen Institutionen die Fäden in der Region zusammenzuführen, um die wirtschaftliche Transformation erfolgreich zu gestalten und den Wohlstand von morgen zu sichern. Die Herausforderungen für die Region seien deutlich skizziert: „Neben Aspekten wie Nachhaltigkeit und der Transformation der Automobilwirtschaft zählen Arbeitskräftemangel, Globalisierung, Flächenstrategie und die Zusammenarbeit zwischen Innovationsintermediären zu den wichtigsten Themen.“

Die strategischen Zielsetzungen der WFG umfassen die Verfügbarkeit von Fachkräften, die Transformation und Nachhaltigkeit in der regionalen Wirtschaft, die Schaffung wirtschaftsfreundlicher Rahmenbedingungen sowie die Steigerung der Attraktivität und Sichtbarkeit der Region Nordschwarzwald nach innen und außen. Zur Erreichung dieser langfristigen Ziele wurden sieben Handlungsfelder definiert, die eng miteinander verknüpft sind und wesentlich zur Umsetzung der strategischen Ziele beitragen.

Mit Leuchtturmprojekten

Die WFG hat relevante Leuchtturmprojekte verankert. Dazu gehören unter anderem das Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald, das Innovationszentrum Wissenschaft & Wirtschaft (IZWW) und das Digital Hub.

Jochen Protzer, Geschäftsführer der WFG, betont: „Wir haben unsere Strategie präzisiert und klare Ansagen hinsichtlich Maßnahmen, Schwerpunkten und den wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre ausgearbeitet. Als Wirtschaftsförderung mobilisieren wir im Netzwerk unterschiedliche Kompetenzen, geben Impulse und agieren als Kommunikator im Sinne der Menschen, die hier leben und arbeiten, im Sinne der Unternehmen und im Sinne der gesamten Wirtschaftsregion Nordschwarzwald.“

Die WFG will auch in Zukunft das Standortmarketing als ökonomische Daseinsvorsorge weiterführen, um einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in der Region zu leisten. Das erklärte Ziel sei es, gemeinsam mit allen Partnern und Akteuren in der Region positive Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln zu schaffen.

Verschiedene Beteiligte

Für die Erarbeitung der Strategie 2026 holte sich die WFG fachliche Unterstützung von Gerd Meier zu Köcker und Judith Bartschat von der RegioClusterAgentur für Innovation und Transformation in Baden-Württemberg. Die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Beteiligten, einschließlich den kommunalen Wirtschaftsförderungen, den Kammern und vielen Interessengruppen, sei von herausragender Bedeutung gewesen. Durch diesen gemeinsamen Prozess, unterstützt von einer speziellen Arbeitsgruppe und dem Fachbeirat, konnte sichergestellt werden, dass die Strategie die vielfältigen Bedürfnisse und Anliegen der Region widerspiegelt und von einem breiten Konsens getragen wird.

Landrat Helmut Riegger, Vorsitzender des WFG-Aufsichtsrats, betont die Bedeutung der regionalen Wirtschaftsförderung für den Nordschwarzwald: „Wir sind fest entschlossen, die definierten Ziele umzusetzen und mit der WFG einen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärkung unserer Region zu leisten. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit vereinten Kräften die Zukunft erfolgreich gestalten und die Chancen nutzen können, die sich uns bieten.“

Info: Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG)

Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH (WFG) ist eine unabhängige regionale Institution. Gegründet 1996 ist sie Partner und Dienstleister für alle Wirtschaftsakteure in der Region Nordschwarzwald. Zu diesen gehören Unternehmen, Kommunen, Landkreise, Kammern, Hochschulen und Institutionen. Die WFG führt die Synergien der Region zusammen und entwickelt sie für die Zukunft weiter. Ihre Schwerpunkte legt die WFG dort, wo die Kompetenzen der einzelnen Kommunen enden.

Die WFG macht es sich zur Mission, in der gesamten Region positive Rahmenbedingungen für gedeihliches wirtschaftliches Handeln zu gestalten und die Region als innovativen und attraktiven Standort zu positionieren. Dafür nimmt sie eine Querschnittsfunktion ein und bündelt die wirtschaftlichen Interessen der Region in einem kontinuierlichen Standortmarketing Prozess.