Kinder haben ein Recht darauf, betreut zu werden – das besagt das Ganztagesförderungsgesetz. In Loßburg soll das Betreuungsangebot künftig verstärkt werden.
Schritt für Schritt soll künftig der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung auch an Grundschulen ausgeweitet werden. Das verlangt das Ganztagesförderungsgesetz (GaFöG). In Loßburg gibt es ein Angebot zur Betreuung bereits an den drei Schulen der Gemeinde – ab dem kommenden Schuljahr soll es verstärkt werden. Aus den bisherigen fünf Ferienwochen, in denen die Ganztagsbetreuung bislang stattfindet, sollen in Zukunft zehn werden.
Was sich in Zukunft konkret ändert, darüber informierte Haupt- und Personalamtsleiterin Anja Lewandowski in der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Wer darf zur Betreuung?
Beginnend mit der ersten Klassenstufe des kommenden Schuljahrs soll der Anspruch auf Ganztagesbetreuung bis zum Schuljahr 2029/2030 auf alle vier Grundschulstufen ausgeweitet werden. Acht Stunden täglich an fünf Werktagen – wobei die Unterrichtszeit angerechnet wird – sollen Kinder demnach betreut werden können, sagte Lewandowski. Ob ein Kind nur einen, zwei oder fünf Tage in der Woche die Betreuung beansprucht, das sei den Sorgeberechtigten frei überlassen.
Bisher gibt es das Betreuungsangebot an Unterrichtstagen an drei Schulen in der Gesamtgemeinde: an der Grundschule Loßburg und an der Nachbarschaftsgrundschule Betzweiler-Wälde/24-Höfe frühmorgens und nachmittags sowie an der Grundschule Wittendorf/Lombach nachmittags.
Was bei der Ferienbetreuung zu beachten ist
Die Ferienbetreuung wird weiterhin in den Räumen des Grundschulpavillons stattfinden. Angehende Fünftklässler können die Ferienbetreuung nur noch bis einschließlich der ersten beiden Wochen der Sommerferien in Anspruch nehmen, sofern die Kapazität vorhanden ist, heißt es außerdem auf der Website der Gemeinde. Kinder, die künftig die erste Klasse besuchen, haben hingegen die Möglichkeit, in den letzten beiden Wochen der Sommerferien an der Betreuung teilzunehmen. Die Betreuung kann nur wochenweise gebucht werden.
20 Kinder pro Woche
Bislang konnten mit dem Personal fünf Ferienwochen im Jahr für die Ganztagsbetreuung abgedeckt werden – künftig sollen daraus zehn Wochen werden. Zwar werde kein weiteres Personal eingestellt, aber es würden sich Kräfte ausschließlich der Ganztagsbetreuung widmen, kündigte Lewandowski an.
„Wir wollen keine Lehrerstellen dafür ,ausnutzen’, sondern wollen, dass sich Mitarbeiter konkret dem Angebot widmen“, sagte sie. Geschlossen bleibe die Ferienbetreuung allerdings trotzdem vier Wochen im Jahr, darunter etwa in den Weihnachtsferien.
Auf Nachfrage aus dem Gremium beantwortete Lewandowski die Frage, wie hoch die Nachfrage nach Betreuung in der Gemeinde ist: „20 Kinder kommen in der Woche zusammen – mal kommt der eine am Dienstag, die andere dafür am Mittwoch, und jemand anderes dafür drei Tage pro Woche.“