Im Schatten der Bäume können die Gäste das Mittagessen genießen. Foto: Stöhr

Nach umfangreicher Sanierung glänzt das Dornhaner Gemeindehaus mit moderner Ausstattung und bewegenden Momenten beim Festgottesdienst.

Ursprünglich sollte der Festgottesdienst im Burggärtle zwischen Kirche und Gemeindehaus stattfinden.

 

Aufgrund der starken Sonne wurde der Gottesdienst dann aber doch in der Kirche gefeiert. Pfarrer Christoph Gruber brachte seine Freude über den besonderen Anlass zum Ausdruck und begrüßte auch Gäste aus der Partnergemeinde Haßleben in Thüringen. Unter den vielen Besuchern waren auch Bürgermeister Markus Huber und Architekt Horst Braun, die beide ein Grußwort sprachen.

In seiner Predigt ging Pfarrer Gruber auf die Sanierung des Gemeindehauses ein und zog Parallelen zum Gemeindeleben und zu den Konfirmanden, die an diesem Tag vorgestellt wurden und ihre Bibel überreicht bekamen.

Freuen sich über die erfolgreiche Gemeindehaus-Renovierung: Werner Kraibühler (von links), Pfarrer Christoph Gruber, Architekt Horst Braun, Kirchenpfleger Andreas Lehmann und Bürgermeister Markus Huber Foto: Stöhr

Beim Bau des Gemeindehauses, dessen Grundsteinlegung im Dezember 1978 war, wurde eine Tafel mit einem Bibelvers in die Wand eingemauert. Dieser Vers aus Jesaja 28, Vers 16 spreche von einem „Grundstein, einem Eckstein, auf dem alles ruht“, erklärte Gruber. Jeder, der in das Haus geht oder wieder herauskommt, laufe an dieser Tafel vorbei.

Dieser Eckstein, auf dem alles ruht, sei Jesus Christus. So wie das Haus gebaut wurde, werde die Gemeinde aus lebendigen Steinen erbaut. Auch die Kirche und der Glaube bräuchten hin und wieder eine Erneuerung. Gruber: „Wenn sich nichts verändert, dann ist es gefährlich. Solange sich etwas ändert, lebt die Sache.“

Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von der „Happy-Hour-Band“. Parallel fand der Kindergottesdienst statt. Auch im Anschluss gab es ein Kinderprogramm. Unter anderem war eine Hüpfburg neben dem Gemeindehaus aufgebaut.

Bürgermeister und Architekten sprechen

In seinem Grußwort erinnerte Bürgermeister Markus Huber an die gute Zusammenarbeit von kirchlicher und weltlicher Gemeinde. Letztere hatte in der Umbauphase ihre Räume zur Verfügung gestellt, damit die kirchlichen Gruppen und Kreise eine Ausweichmöglichkeit hatten. Ebenso wie die Gäste aus Thüringen, war der Bürgermeister nicht mit leeren Händen gekommen. Huber hatte als (symbolisches) Geschenk einen Fußball mitgebracht – damit es auch in Zukunft „rund läuft“. Als Zeichen der Verbundenheit gab es rote Rosen von der Thüringer Partnergemeinde. Architekt Horst Braun bedankte sich für den Auftrag und bewunderte die „hohe Eigenleistung“. Dadurch konnte viel Geld eingespart werden.

Viele ehrenamtliche Helfer hätten sich engagiert, allen voran Kirchenpfleger Andreas Lehmann, der die Arbeiten koordinierte und ohne den der ganze Umbau nicht möglich gewesen wäre, so Pfarrer Gruber.

Bessere Akustik und Barrierefreiheit

Im Burggärtle machten es sich die Gäste anschließend beim Mittagessen gemütlich. Nebenbei konnte das Gemeindehaus besichtigt werden. Dieses bietet jetzt mehr Platz durch einen Anbau, moderne Ausstattung, bessere Akustik im Saal, eine neu ausgestattete Küche und vieles mehr. Auch in den Brandschutz und in die Barrierefreiheit wurde investiert.

Der Jugendbereich im Untergeschoss hat jetzt eine eigene Bistroküche und die Wände wurden frisch gestrichen. Viel Arbeit habe der Einbau der neuen Fußbodenheizung mit sich gebracht, erklärte der Vorsitzende der Kirchengemeinde, Werner Kraibühler, beim Rundgang durch das Haus. Neben den Eigenleistungen waren auch viele Handwerker am Bau beteiligt.