Parallel zum neuen Landratsamt entsteht in Rottweil auch ein weiteres Parkhaus. Nun wurde der Bauauftrag vergeben – jedoch zu deutlich höheren Kosten als kalkuliert.
Die Vergabe war fristbedingt in nicht-öffentlicher Sitzung erfolgt: Die Firma Goldbeck hat den Zuschlag für den Bau des neuen Parkhauses in Rottweil erhalten – mit einem Angebot von rund 5,6 Millionen Euro. Dabei war vor einiger Zeit noch von rund 4,3 Millionen Euro an Kosten die Rede.
Dass die Investitionskosten höher sind, liegt laut Verwaltung unter anderem an Anpassungen im Bereich Schalldämmung, der Pflicht zur 33-prozentigen Vorhaltung von Ladeinfrastruktur für E-Autos und an einer baulichen Anpassung zur Unterbringung der Trafostationen, die ursprünglich im Landratsamt-Neubau vorgesehen waren.
Das geplante Parkhaus, das auf der Fläche zwischen der Stadionstraße und der Altstädter Straße entstehen soll, umfasst 174 Pkw-Stellplätze, von denen laut Landratsamt mindestens 54 mit einer Vorhaltung als Elektro-Lade-Stellplätze versehen werden müssen. Zudem sind 120 Fahrradstellplätze und fünf Motorradstellplätze eingeplant. Ladestationen für E-Bikes soll es ebenfalls geben.
Neben den Mitarbeitern und Besuchern des Landratsamtes sollen die Parkplätze außerhalb der Dienstzeiten gegen Gebühren auch für Anwohner zur Verfügung stehen, außerdem für Besucher von Großveranstaltungen, wie der Landesgartenschau 2028.
Der Bau des Parkhauses soll im Sommer 2026 beginnen und im Mai 2027 abgeschlossen sein. Der Rottweiler Gemeinderat hat bereits im Oktober die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen und damit den Weg für das Bauprojekt freigemacht.