Davide Licht zieht für die Freien Wähler Zollernalb in den neuen Kreistag ein. Foto: Licht

Davide Licht ist eines von 33 neuen Kreistagsmitgliedern. In loser Reihenfolge stellen wir „die Neuen“ und ihre Ziele vor.

Mit einer überragenden Mehrheit von 92,1 Prozent der Stimmen wurde Davide Licht im September 2020 zum neuen Bürgermeister von Burladingen gewählt. Als Stimmendrittstärkster bei der Kreistagswahl am 9. Juni – mit knapp 6000 Stimmen – zieht er nun für die Freien Wähler Zollernalb in den neuen Kreistag ein.

 

Was hat Sie bewogen, zu kandidieren?

Im Kreistag werden wichtige Entscheidungen getroffen, die sich unmittelbar auf unsere Städte und Gemeinden und damit auf die Einwohner im Zollernalbkreis auswirken. Hier zählt beispielsweise die angehobene Kreisumlage dazu, die mit zur wesentlichen Deckung des Kreisfinanzbedarfs dient und von den Städten und Gemeinden direkt an den Kreis fließt. Damit wird natürlich der finanzielle Spielraum für die Kommunen mit verkleinert. Gerade vor dem Hintergrund, dass wir ebenso bei der Erstellung unserer städtischen und gemeindlichen Haushalte maßgeblich beteiligt sind, ist es immens wichtig, hier aktiv im Entscheidungsprozess mit Stimmrecht für die Menschen vor Ort dabei zu sein, damit die Städte und Gemeinden nicht überbelastet und die durch den Steuerzahler erwirtschafteten Mittel sinnvoll und umsichtig eingesetzt werden. Dieser Faktor wird gerade bei der weiteren Betrachtung des Bauprojekts für das neue Zentralklinikum bedeutend sein.

Wofür wollen Sie sich im Kreistag stark machen?

Vor allem für die Gesundheits- und Daseinsvorsorge, die Bildungs- und Betreuungssituation, eine zeitgemäße Ausgestaltung der Infrastruktur mit dem ÖPNV sowie das Voranschreiten der Digitalisierung in der Region, um den Landkreis zukunfts- und leistungsfähig zu halten. Eine vertiefte Betrachtung der kreisübergreifenden Anbindung, was zum Beispiel die Regional-Stadtbahn angeht, auch in Richtung des Landkreises Sigmaringen und damit die konkrete Anbindung von Burladingen weiter bis zum Umschlagpunkt Gammertingen, bringt viele Chancen mit sich und muss mit aller Kraft weiter forciert werden. Gerade angesichts der aktuellen Finanzlage wird die interkommunale Zusammenarbeit künftig wieder generell vermehrt an Bedeutung gewinnen müssen – wollen wir wichtige Großprojekte wie dieses erfolgreich in die Tat umsetzen, und die Lebensqualität vor Ort und im Kreis auf einem hohen Niveau für uns alle halten und ausbauen.

Was sind Ihre Hobbys, ihr Beruf, Alter, ihr Familienstand, Wohnort?

Mein Beruf: Ich bin Bürgermeister der Stadt Burladingen, 35 Jahre jung, und meines Hobbys sind in unserer wundervollen Natur unterwegs zu sein und das Kochen. Ich bin ledig und lebe in Burladingen.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Und wer ist Ihr Negativ-Beispiel.

Zu meinen großen politischen Vorbildern zählt Altkanzler Helmut Schmidt. Negativ-Beispiele gab und wird es vermutlich immer geben, und diese verursachen die Politik-Verdrossenheit bei der Bevölkerung mit. Wir sollten aber hier nicht mit dem Finger aufeinander zeigen, sondern zuerst immer wieder uns selbst kritisch in unserem eigenen politischen Handeln hinterfragen, damit diese Beispiele künftig so gering wie möglich ausfallen.