Der VfB Effringen verpflichtet einen neuen Trainer mit Verbandsliga-Erfahrung. Er stand auch schon in der 2. Bundesliga der Frauen an der Seitenlinie.
Rein sportlich sieht es derzeit nicht unbedingt rosig aus für den VfB Effringen in der Staffel 2 der Fußball-Kreisliga A. Der Aufsteiger ist Tabellenvorletzter. Abgeschrieben hat Dennis Bäuerle den Klassenerhalt aber noch nicht: „Es sind fünf Punkte bis zum Relegationsplatz.“ So richtig optimistisch stimmt den Leiter der Effringer Fußball-Abteilung aber etwas ganz anderes – denn mit Daniel Kevric hat der Verein für die kommende Saison einen neuen Trainer verpflichtet, der mit dem man „etwas Großes aufbauen“ wolle.
Markt schon fast leer gefegt
„Wir wollen frischen Wind reinbringen“, sagt Bäuerle über die Entscheidung, sich am Saisonende vom aktuellen Trainer Daniel Kreudler zu trennen. Die Entscheidung sei allerdings erst spät gefallen. Fast zu spät, denn zu dem Zeitpunkt sei der Trainer-Markt schon nahezu leer gefegt gewesen. „Auch in unserer sportlichen Lage war es schwer, jemanden zu finden. Wir wissen ja noch nicht genau, ob wir in der kommenden Saison in der Kreisliga A oder Kreisliga B spielen werden“, verdeutlicht Bäuerle.
Durch einen Tipp sei der VfB Effringen dann aber auf den inzwischen in Wart lebenden Kevric gekommen. Der 49 Jahre alte Sportlehrer hatte in den vergangenen Jahren eine Pause eingelegt. Zu den wichtigsten Stationen seiner Trainer-Laufbahn zählten die U17 der SGV Freiberg und die Frauen des FV Löchgau in der 2. Bundesliga. Im heutigen Fußballbezirk Nordschwarzwald stand der A-Lizenz-Inhaber beim SV Schönbronn und den SF Salzstetten an der Seitenlinie. Als Spieler war Kevric unter anderem beim FC Gärtringen und TSV Hildrizhausen in der Verbands- und Landesliga aktiv.
„Ich wusste von Anfang an, dass das perfekt passt“, sagt Bäuerle über Kevric. Eine Stunde habe das erste Telefonat zwischen beiden gedauert – und man sei sofort auf einer Wellenlänge gewesen. „Er hat eine sehr offene Art. Ich war richtig beeindruckt und wusste sofort, dass das etwas wird. Beide Seiten haben ähnliche Vorstellungen“, unterstreicht der Effringer Abteilungsleiter.
Besonders freut Bäuerle, dass Kevric seine Zusage auch für den Fall eines Abstiegs in die Kreisliga B gegeben hat. Klar sei aber, dass dann der sofortige Wiederaufstieg das Ziel sein müsse.
Auf eigene Jugend setzen
Ein Baustein werde sein, auf die eigene Jugend zu setzen. Aktuell hat der VfB Effringen keine A-Jugend, mit Luis Bihler (VfL Nagold) und Matteo Traub (SG Oberes Nagoldtal) aber zwei A-Junioren mit Gastspielrecht bei anderen Vereinen. Beide wurden in dieser Saison auch schon in der ersten Mannschaft des VfB Effringen eingesetzt und sollen ab der kommenden Saison zum Grundgerüst gehören. Ebenso gibt es vier Effringer B-Junioren, die nun in die A-Jugend der SG Stadtgebiet Wildberg übergehen und auf die Bäuerle bereits ein Auge geworfen hat.
Ebenfalls hofft der Abteilungsleiter, durch die Verpflichtung von Kevric einige ehemalige Spieler zur Rückkehr bewegen zu können. „Wir hoffen auf eine langfristige, erfolgreiche Zusammenarbeit, die nachhaltig ist“, sagt Bäuerle über das neue Kapitel, das der VfB Effringen nun mit Kevric aufschlagen will.