Anfang März eröffnen vier neue „Escape-Rooms“ im Polarion in Bad Liebenzell. Mit innovativen Ideen aus dem Underground werben gleich zwei Betreiber um weitere Gäste. Geschäftsführer Kölle verrät zudem, wer die spätere Geschäftsführerrolle übernehmen wird.
Vor zwei Jahren eröffnete in Unterhaugstett der Betreiber „Kölbo Escape“ seine ersten Escape-Rooms. Ein Gruppenspiel in interaktiven Räumen, bei dem die Teilnehmer in einem thematisch gestalteten Raum quasi eingeschlossen werden und innerhalb einer bestimmten Zeit – meistens 60 Minuten – Rätsel lösen und Hinweise finden müssen, um zu entkommen. Die beiden Geschichten um das „Geheimnis der Grabkammer“ und den „Störfall im Reaktor II“ sind dort aufzulösen.
Grundsätzlich erfordern die Aufgaben Logik, Kreativität, Teamarbeit und manchmal auch Geschicklichkeit, erläutert Geschäftsführer Markus Kölle, der diese Spiele auch gern als „Real Life Adventure“ bezeichnet. Vier neue Räume werden jetzt zusätzlich im Eisstadion Polarion in den Talwiesen 8 in Bad Liebenzell Anfang März eröffnet und von Kölbo-Escape und dem Kooperationspartner Escaperooms Pforzheim betrieben.
Auch dort im Untergeschoss folgt jeder Raum, wie oben in Unterhaugstett, einer spannenden Mission, bei der es darum geht, einen Fall zu lösen oder eine Katastrophe zu stoppen. Die Spieler durchsuchen auch hier Räume, kombinieren Hinweise und knacken Codes, um Schlösser zu öffnen oder verborgene Mechanismen auszulösen.
Ein Zaubertrank als Lösung So treibt im geheimnisvollen „Zauberwald“ Zauberer Isidor sein Unwesen. Er weiß, dass er innerhalb von 60 Minuten bei einem Schwierigkeitsgrad von 55 Prozent einen Zaubertrank brauen muss, um den Fluch der Dunkelheit zu brechen.
In alten Büchern und Manuskripten sucht er nach Antworten und sammelt Zutaten für einen Tee, um alles wieder hell und farbig erscheinen zu lassen.
Geheimnisvolles Erbe Im „Antiquariat“ hat eine Nachricht vom Tod des wohlhabenden Antiquars Sebastian Giebenrath die Kunst- und Sammlerszene erschüttert. Wer hat all das geerbt?
Die Gegenstände im Antiquariat bringen einen schrittweise auf die richtige Fährte. Auch hier ein Wettlauf gegen die Zeit. Der Schwierigkeitsgrad liegt dort schon bei 70 Prozent.
Gruseliger Zahnarzt Im dritten Raum, „The Dentist“, hat sich ein ominöser Horror-Zahnarzt niedergelassen und erhöht mit seinen überall verborgenen Tipps und Tricks den Schwierigkeitslevel gar auf 85 Prozent. Den Spielern verbleiben dafür auch 66 Minuten, um dem Psychopathen letztendlich zu entkommen.
Der Mafia auf der Spur Im „Lager 7“ dem vierten und letzten Raum, ist ein verzwickter Kriminalfall zu lösen. Ein Buddha namens Amitabha ist in Thailand gestohlen worden und es heißt, die chinesische Mafia habe ihn in Bad Liebenzell versteckt. Ob und wie er seinen rechtmäßigen Eigentümern wieder zurückgebracht werden kann, ist Aufgabe des Teams.
Hilfe ist immer da Eingeschlossen zu sein, bedeute nicht, effektiv ausgeliefert zu sein, geben die Betreiber zu bedenken. Jeder kann jederzeit einen Raum verlassen oder auch nach Hilfe fragen, wenn’s mal klemmen sollte, denn dafür gibt es den sogenannten Gamemaster, der alle Räumen per Kamera sicher im Auge behält. Allein gelassen werde man also nie.
Sohn soll’ s übernehmen Das Geschäft in Unterhaugstett floriere, freut sich Geschäftsführer Markus Kölle bei einem kürzlich anberaumten Pressetermin im Polarion. Grund genug, wie er sagt, nun noch vier weitere Räume im Eisstadion Polarion zu eröffnen und damit auch gleichzeitig seinen Sohn Leonardo Kölle hauptberuflich mit einzubinden.
Dieser soll den Betrieb irgendwann einmal übernehmen, wenn Vater Markus in Ruhestand geht. Das Antiquariat ist bereits Leonardos erste eigene Kreation. Weitere hat er schon im Hinterkopf. Wie er meint, soll aber jetzt erst einmal das hier gut anlaufen.
Für jeden etwas dabei Escape Rooms sind beliebt für Freunde, Familien und Teamevents, da sie die Zusammenarbeit und Kommunikation fördern, versprechen die Kölles. Die Räume seien deshalb auch in verschiedene Schwierigkeitsgrade und Themen gegliedert, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Das Erlebnis, so versprechen sie, verbinde Nervenkitzel, Abenteuer und Rätselspaß in einer, wie sie es nennen, besonderen Atmosphäre.
Die Spieleranzahl Zwei bis sechs Spieler pro Raum seien die optimale Größe. Bis 14 Jahre empfiehlt man, nur in erwachsener Begleitung zu kommen. Im Anschluss an den Durchgang lädt eine kleine Lounge noch zum Verweilen bei verschiedenen Getränken ein.