Der Umbau des Seeger-Gebäudes in Schopfloch zum Feuerwehrhaus soll Ende Juni abgeschlossen sein. Der Planer erklärte im Gemeinderat die beträchtlichen Kostensteigerungen.
„Wir sind auf der Zielgeraden.“ Dies hat Bürgermeister Thomas Staubitzer am Mittwochabend in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Schopfloch zum Umbau des ehemaligen Seeger-Gebäudes zum neuen Feuerwehrhaus festgestellt.
Der Gemeinderat vergab seinerseits die Aufträge für die Außenanlagen mit vielerlei Arbeiten wie etwa Bordsteine, Fahrbahnmarkierungen, Straßenlampen und Kanäle im Boden. Staubitzer wies darauf hin, dass am Sitzungstag die Submissionen gewesen seien. Unter vier Angeboten habe das günstigste bei 223 945 Euro gelegen.
Das Ganze müsse noch geprüft werden, so der Bürgermeister. Das Gremium stimmte der Vergabe vorbehaltlich der Prüfung zu.
Planer erklärt Mehrkosten
Zum aktuellen Stand auf der Baustelle informierte Markus Kugler vom gleichnamigen Planungsbüro. So seien derzeit die Gipser am Werk und es werde an den Fassaden gearbeitet. Das Gerüst soll in etwa zwei Wochen abgebaut werden. Derzeit seien die Maler im Gebäude. In der Fahrzeughalle werde die Absauganlage für Abgas installiert. Der Möbeleinbau ist laut Kugler ab Ende Mai vorgesehen. Die Fertigstellung des Gebäudes sei voraussichtlich Ende Juni.
Die Bruttokosten liegen laut Markus Kugler bei 4,19 Millionen Euro, wobei in dieser Summe noch ein Ansatz für Unvorhergesehenes in Höhe von rund 100.000 Euro beinhaltet sei.
In diesem Zusammenhang erklärte Kugler das Zustandekommen von insgesamt 558.274 Euro an Mehrkosten gegenüber den ehemals geplanten Gesamtkosten von 3,6 Millionen Euro. Neben Mehrkosten für die Kalkulation (35.806 Euro) sei etwa eine Absauganlage mit knapp 30.000 Euro hinzugekommen oder die Notstromanlage mit 114.066 Euro. Beim Rohbau sei beispielsweise durch Anweisung des Geologen während der Arbeiten für Fundamente mehr Geld gebraucht worden.
Erst Hocketse, dann Festakt
Darüber hinaus seien Kosten für die Gebäudeleittechnik, die Kühlung des Serverraums, die Türen – wegen der Brandschutzanforderungen, eine zeitgemäße elektronische Schließanlage oder die Sanierung der Tankanlage hinzugekommen. Bürgermeister Staubitzer wies darauf hin, dass man bei vielen Dingen keine andere Wahl gehabt und man im Bauausschuss um jede Position gerungen habe.
Staubitzer kündigte an, dass die offizielle Einweihung, verbunden mit einem Festakt, erst im kommenden Jahr stattfinde. Der Einzug ins neue Feuerwehrhaus in diesem Jahr werde aber auf jeden Fall mit einer kleinen Hocketse gefeiert.