Der Haushalt der Gemeinde Simmersfeld für das Jahr 2026 wurde beschlossen. Die nächsten Jahre sehen im Ergebnis noch eher düster aus, ab 2028 bietet sich jedoch ein Lichtblick.
2026 wird die Gemeinde Simmersfeld voraussichtlich mit 534.200 Euro im Minus abschließen. Dies könne allerdings durch vorhandene Rücklagen ausgeglichen werden. Für das Jahr 2026 wurden im Gemeinderat weder Steuer- noch Gebührenerhöhungen vorgeschlagen.
Vor allem die Abschreibungen in Höhe von 1,2 Millionen Euro könnten nicht durch Einnahmen ausgeglichen werden. Lichtblicke sieht die Verwaltung ab 2028. Dann können die Pachteinnahmen für die Windradflächen eingehen und so die Haushalte ausgleichen oder sogar ins Plus bringen.
Wenn dies geschieht, sollten die Kredite aus den Jahren 2024 und 2025 möglichst rasch zurückbezahlt werden, um die Belastung durch Zinsen zu verringern.
Und wenn es nicht so kommt? Dann müsse der Verkauf von EnBW-Aktien ernsthaft angegangen werden.
150.000 Euro für die Albblickschule
Auch investiert werden soll im Jahr 2026. 400.000 Euro sind 2026 für bauliche Maßnahmen eingeplant, 150.000 Euro davon gehen an die Albblickschule. Dort soll unter anderem die Mädchen und Damentoilette saniert werden.
Die Fertigstellung des Bürgerzentrums ist ein weiterer großer Investitionsbrocken im Jahr 2026. Dies sei allerdings nötig. Das Rathausgebäude kranke inzwischen an vielen Ecken und Enden. Mit dem Bürgerzentrum entstehe nun ein attraktiver Bürgersaal. „Der derzeitige Kursaal ist genauso stark in die Jahre gekommen wie das Rathaus und für Veranstaltungen fast nicht mehr zumutbar“, schreibt die Gemeinde. Auch eine ebenerdige Arztpraxis, die im Bürgerzentrum entstehen soll, sei wichtig – genauso wie für die Suche nach einem Hausarzt, die wohl auf die Gemeinde mittelfristig zukäme.
Das sah auch Gemeinderat Norbert Wurster so. Das Bürgerzentrum sei keine Luxusinvestition, sondern eine Notwendigkeit, die von langer Hand geplant wurde. So habe man zum Beispiel schon vor vielen Jahren beschlossen, kein Geld mehr in den Kursaal zu stecken.
Das bisherige Rathaus befinde sich in einem ehemaligen Fabrikgebäude, und die derzeitige Situation in der Arztpraxis sei nicht länger haltbar. Leider sei man dann mit dem Bau in eine teure Phase gerutscht. Das geplante negative Ergebnis entstehe – wenn überhaupt – aufgrund einer sinnvollen Investition.
Großer Teil muss weiter über Kredite finanziert werden
Dass das Projekt kostenintensiv ist, steht außer Frage. Zwar wird das Projekt aus dem Landessanierungsprogramm bezuschusst, allerdings bleibe ein großer Teil, der über Kredite finanziert werden müsse. „Das tut weh, denn es steigert die jährliche Belastung durch Zins- und Tilgungszahlungen“, heißt es im Bericht zur Sitzung.
Ebenfalls ins Gewicht fielen der Glasfaserausbau. Außerdem zeichneten sich im Bereich der Feuerwehr notwendige Investitionen ab. „Hierfür könnte der in Aussicht gestellte kommunale Anteil am Sondervermögen (1,39 Mio. Euro) zum Einsatz kommen. In der vorhergegangenen Sitzung war der Feuerwehrbedarfsplan vorgestellt worden, in dem einiges an Handlungsbedarf ausgewiesen wurde.
Neben den Pachteinnahmen kann die Gemeinde auch mit Erlösen aus dem Holzverkauf rechnen: 820.000 Euro werden veranschlagt. Allerdings wird der Gewinn dennoch niedrig ausfallen. Denn von den Erlösen gehen größere Aufwendungen für Ausgleichsmaßnahmen ab. Diese sind für den geplanten Windpark notwendig, der wiederum noch keine Einnahmen bringt.
„Insgesamt darf die Gemeinde Simmersfeld aber durchaus mit einem verhalten positiven Blick in die Zukunft blicken“, schreibt die Gemeinde in ihrem Bericht zur Sitzung.
Der Haushalt wurde einstimmig angenommen.