Stefan Dreher mit seinem Krimi „Disneyland in Horb.“ Das Buch ist ab sofort zu kaufen. Foto: Jürgen Lück

Stefan Dreher hat sein erstes Buch fertig: „Disneyland in Horb.“ Was die 204 Seiten so einmalig und vergnüglich macht.

Das Buch kam im anonymen Umschlag. Absender: „Karl Heinz Kowalski“ – ein Pseudonym. Ein Buch, das für mich zum „Page-Turner“ wurde. Spannend, vergnüglich und unterhaltsam wird aus einem Jahr Horber Geschichte ein echter Krimi gestrickt.

 

204 Seiten Spannung. Aber auch Schmunzeln. Und Mitfiebern. Die Story: Der Mafia-Clan Vitale hat es schon in St. Anton in Tirol geschafft, sein schmutzige Geld durch Investitionen in Immobilien und Tourismus gewinnbringend anzulegen. Durch den Kauf fast der ganzen Stadt.

Beim Check für die nächste Kommune fällt Horb am Neckar ins Visier der Mafia. Finanzsorgen, kritische Kernstadt. Gelingt Alessia Vitale, den ehrgeizigen Bürgermeister Ralf Maurer, die Stadtspitze und den Gemeinderat einzuspannen? Welche Rolle spielt Egit, Wirt von Haag’s Bistro?

Stefan Dreher: „Die Story hat mich gepackt“

Jetzt outet sich der Autor gegenüber dieser Redaktion. Es ist Stefan Dreher, bekannt als Ex-Linker und Beisitzer des SPD-Ortsvereins. Er sagt: „Bis April 2025 habe ich gearbeitet, seitdem bin ich in Ruhestand. Weil mir langweilig war, fiel mir diese Story ein – und irgendwann hat sie mich so gepackt, dass ich den Krimi geschrieben habe.“

Ein Krimi, der ungefähr ein Jahr Geschichte von Horb als Hintergrund hat. Inklusive Bürgermeisterwahl im Mai 2025, Windkraft-Streit, Kampf um die geriatrische Reha. Und einen Toten gibt es auch.

Jede Menge Spannung und Horber Lokalkolorit

Dreher hat jede Menge Lokalkolorit eingebaut. Die VfB-Fernseh-Events in Haags Bistro. Dreher: „Thomas Mattes hat beim Spiel des VFB Stuttgart gegen Bochum gesagt: Erst machst Du ein Eigentor, dann fliegst Du auch noch vom Platz. Das Zitat findet sich eins zu eins im Buch.“ Und Mattes heißt im Krimi „Glanz“. So wie aus Gastronom Hidir Özer Egit wird.

Sein Bistro ist das Widerstandsnest. Hier treffen sich die Horber Bürger, die Lunte riechen bei den Hochglanzprospekten der Mafia-Tarn-Organisation. Können sie Hidir überzeugen, als „verdeckter Ermittler“ nach St. Anton zu gehen?

Ironische Seitenhiebe bei der Namenswahl

Schmunzeln ist auch inbegriffen. So wird Ex-OB Peter Rosenberger im Krimi „Lilienthaler“ genannt. Lilienthal? Das war doch der Flugpionier, der am 9. August 1896 mit seinem Gleitflieger abstürzte. Natürlich besteht kein Zusammenhang zu Rosenbergers verlorener Wahl zum Landrat von Esslingen, oder? Rodolfo Panetta (AfD) wird Guiseppe Buitoni. In Italien steht der Name für einen Pasta-Hersteller.

Stefan Dreher, auch Beisitzer des SPD-Ortsvereins in Horb: „Ich habe mir die Rollen von Rosenberger, Neu-OB Michael Keßler und Bürgermeister Zimmermann angeschaut. Natürlich musste ich die Charaktere dem Plot anpassen und mit Fantasie erweitern. Aber ich denke, es wird deutlich: Alle kommen im Prinzip gut weg. Sie sind in der Kommunalpolitik aktiv, machen ihren Job ernsthaft. Jeder will das Beste für seine Stadt erreichen.“

Fazit: Ein großartiges, unterhaltsames, spannendes Buch. Dreher: „Das nächste gärt schon.“ Die Story ist so brandheiß und aktuell, dass es der Autor derzeit selbst herstellt und bindet. Dreher: „Ich bin dabei, einen Verlag zu suchen, der es druckt. Die Horber können es vorab so aber schon kaufen.“

Wo ist der Horb-Krimi erhältlich?

Das Buch
„Disneyland am Neckar“. 204 Seiten. Kosten: 20 Euro.

Verkaufsstellen
Buchhandlung Kohler, Hirschgasse 17, Horb. Antiquariat Hackenberg, Neckarstraße 40, Horb.