Peter Drumm beschäftigt sich mit alten Flurnamen. Ein Buch liefert Einblicke in die Entwicklung des Ortes.
Zwei Jahre lang hat der Hondinger Peter Drumm recherchiert und zahllose Unterlagen und Karten gesichtet. Nun veröffentlicht er mit dem Buch „Die Flurnamen von Hondingen“ ein eigenes Werk, das Einblicke in die Hondinger Geschichte und die sprachliche Entwicklung gibt.
Schon lange interessieren den pensionierten Lehrer die Themen Sprache und Etymologie (Wortherkunft). In den 1980er-Jahren hat er durch seine Arbeit an der Grundschule in Riedböhringen Kontakt zu Schülern aus unterschiedlichen Dörfern. Viel mehr als heute war damals noch die Mundart unter den Schülern verbreitet.
Peter Drumm fiel auf, dass in den einzelnen Dörfern seiner Schüler jeweils ein etwas anderer Dialekt gesprochen wurde. Nach einiger Zeit konnte er daran festmachen, aus welchem Dorf die einzelnen Kinder kamen. Diese Erfahrung weckte sein Interesse an der Mundart.
„Hondinger Buch“
Als dann 2017 Werner Bogenschütz das „Hondinger Buch“ geschrieben hatte, vermisste Peter Drumm darin einen Einblick in die Hondinger Mundart. Auf Werner Bogenschütz’ Anregung hin fing er an, selbst zu dem Thema zu recherchieren. Er tauschte sich mit Menschen aus, die in Hondingen geboren und nie weggezogen sind. Das Ergebnis daraus ist das Buch „Hondinger Mundart“, das bisher nicht veröffentlicht ist. Dabei ist Peter Drumm aufgefallen, dass Flurnamen eine große Rolle spielen.
Er begann, die Hondinger Flurnamen genauer zu untersuchen. Dabei sind diese viel mehr als die reine Bezeichnung eines Gebiets. Denn wenn sich eine Gruppe von Menschen in einer unbesiedelten Gegend niederließ, gab sie ihrer Umgebung Namen, um sich orientieren zu können. Daraus lassen sich heute Informationen über die Geschichte Hondingens und frühere Lebensumstände ableiten. So deutet beispielsweise der Flurname Hainriß darauf hin, dass dieses Flurstück durch die Rodung von Sträuchern entstanden ist, weil „Riß“ auf das Wort Reisig verweist.
Suche nach alten Quellen
Um solche Rückschlüsse ziehen zu können, hat sich Peter Drumm auf die Suche nach möglichst alten Quellen zu den Flurnamen begeben. Dabei zeigte sich, wie die Flurnamen durch die Jahrhunderte genannt wurden und sich die Bezeichnungen im Laufe der Zeit wandelten. Fündig wurde er im Hondinger Archiv. Auch der Archivar des Fürstlich Fürstenbergischen Archivs Donaueschingen, Jörg Martin, war ihm eine große Hilfe. Mithilfe von Wörterbüchern konnte Peter Drumm dann auf die Bedeutung der Flurnamen schließen.
In Zusammenarbeit mit Friedemann Kawohl aus dem Vorstand des Baarvereins entstand aus dieser Arbeit nun das Buch, das im April 2026 veröffentlicht wird und schon jetzt zum vergünstigten Preis vorbestellt werden kann. Peter Drumms Antrieb ist es, das Verständnis der Flurnamen und das Wissen darüber zu erhalten und vor dem Vergessen zu bewahren. Er sagt über diese Tätigkeit: „Mir macht das Spaß und ich lerne auch viel dabei.“
Buchvorbestellung
Herausgeber Baarverein
Das vom Baarverein herausgegebene, etwa 95 Seiten dicke Buch wird nach Veröffentlichung 28 Euro plus drei Euro für den Versand kosten. Bis zum 25. Februar 2026 besteht die Möglichkeit, das Werk zum Vorbestellungspreis von 18 Euro plus drei Euro für den Versand zu beziehen. Für die Vorbestellung werden die 21 Euro auf das Konto des Baarvereins überwiesen, das Buch wird dann nach der Veröffentlichung im April 2026 zugesandt. Das Konto des Vereins für Geschichte und Naturgeschichte der Baar hat die IBAN DE43 6945 0065 0242 2060 10. Im Verwendungszweck soll das Stichwort „Flurnamen“ sowie Name und Lieferadresse genannt werden. Die Lieferadresse kann dem Verein auch per E-Mail an info@baarverein.de mitgeteilt werden.