Die Erschließung des Baugebiets Ob Gärten geht voran. Inzwischen hat der Gemeinderat einer neuerlichen Erweiterung zugestimmt. Foto: Hauser

Der Gemeinderat Dautmergen hat den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan "Ob Gärten – zweite Erweiterung und dritte Änderung" gefasst. Statt 15 entstehen dort nun elf neue Bauplätze.

Dautmergen - Einstimmig hat der Gemeinderat den geänderten Bebauungsplan beschlossen. Laut Bürgermeister Hans Joachim Lippus konnte die kleine Gemeinde die Einwände des Regierungspräsidiums Tübingen und des Regionalverbands Neckar-Alb gegen die Ausweisung des 1,1 Hektar großen Baugebiets als Erweiterung des bestehenden Areals Ob Gärten eindrucksvoll widerlegen.

Bedenken entkräftet

Mit der ersten Fassung des Plans, die 2019 aufgestellt worden war, waren die übergordneten Instanzen nicht einverstanden gewesen: Ein "regionaler Grünzug" durfte nicht bebaut werden. Daraufhin wurde die Zahl der Bauplätze von 15 auf elf reduziert, doch wiederum legten sich RP und Regionalverband quer: Sie stellten den Nachweis des Flächenbedarfs für die kleine Gemeinde Dautmergen in Frage. Lippus konterte mit dem Hinweis auf veraltete Daten des Regionalverbands und die Steigerung der Einwohnerzahl in den vergangenen Jahren. Die Schlichemtal-Gemeinde verfüge derzeit über drei Bauplätze in kommunalem Besitz und die eine oder andere Baulücke, die sich allerdings in Privateigentum befänden.

Die äußere Erschließung erfolgt über die Amsel- und Gartenstraße. Die Anbindung der Grundstücke ist über eine Ringstraße mit einer Fahrbahnbreite von 5,50 Metern und einem Gehweg mit 1,50 Metern vorgesehen.

In dem neuen Baugebiet wird den Bauherren große Variabilität eingeräumt, etwa was die Dachformen angeht. Neben Satteldächern sollen auch Pult- und Flachdächer möglich sein.

Der Dautmerger Gemeinderat befasste sich nun mit den eingegangenen Anregungen und Bedenken der Behörden und entkräftete diese. Mit dem nun gefassten Satzungsbeschluss verfügt Dautmergen laut Lippus über die erwähnten drei Bauplätze im jetzigen Erschließungsgebiet und künftig elf neue. Damit sei man zukunftsorientiert aufgestellt.