Das „Maute“-Areal in Bisingen soll vom traditionsreichen Gewerbestandort zum lebendigen Wohnquartier werden. Foto: Sabine Hegele

Wie sollen die Plätze im neuen Bisinger Wohnquartier „Maute“-Areal heißen? Noch bis Ende März haben die Bürgerinnen und Bürger Zeit, ihr Votum abzugeben.

Hier entsteht Neues – und Sie entscheiden, wie es heißen wird.“ Mit dieser Aufforderung hat sich die Gemeinde Bisingen an die Bürgerschaft gewandt. Hintergrund: Dort, wo früher Maschinen ratterten, sind Orte voller Leben, Begegnung und neuen Geschichten in der Entstehung – ja, das „Maute“-Areal soll sich vom traditionsreichen Gewerbestandort hin zu einem lebendigen Wohnquartier entwickeln. Dafür, wirbt die Kommune, brauche es Namen, die zu den Orten im Quartier passen.

 

Kreative Ideen

Kreative Ideen einzubringen hatten die Bürgerinnen und Bürger bis vor wenigen Tagen Gelegenheit – für zwei Plätze und die zentrale Verbindungsachse durch das Areal. Zu berücksichtigen dabei: Im Sinne des Leitbilds „Prima Klima“ denkt Bisingen bei der Freiraumgestaltung an eine klimaangepasste Gestaltung der öffentlichen Räume – wobei insbesondere die Themen „Schatten durch Bäume“ und „Regenwassermanagement“ beziehungsweise „Erlebbarkeit von Wasser“ eine Rolle spielen.

Tatsächlich haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus dem Kirchspiel Vorschläge zur Namensfindung eingereicht. Die hat der Gestaltungsbeirat fürs „Maute“-Areal zwischenzeitlich gesichtet und pro Platz beziehungsweise für die Verbindungsachse jeweils bis zu acht Namen in die engere Wahl genommen.

Für den großen Platz im „Herzen des Quartiers werden diese Namen vorgeschlagen: Hohenzollernplatz, Maute-Platz, Generationenplatz Maute, Kesselhaus-Areal, Maute-Hof oder Färber-Platz.

Die Gemeinde Bisingen wirbt hier mit einer „abwechslungsreichen Zonierung mit vielfältigen Angeboten für alle Generationen – vom naturnahen Spielplatz bis hin zu Bereichen für Außengastronomie und Begegnung“. Ein großzügiges Baumfeld soll ein angenehmes Mikroklima schaffen.

Perspektivisch soll außerdem „Kunst am Platz“ den Bezug zur „Maute“-Geschichte hervorheben und dem Ort Identität und Charakter verleihen.​

Für den kleinen Platz im hinteren Bereich des Areals gehen diese Namensvorschläge ins Rennen: Stricker Plätzchen, Schlößleplatz, Hohenzollernplatz, Schwätzle-Platz, Bürgerplatz, Zoller-Eck, Latschare oder Trikot-Platz. Die Kommune möchte den kleinen Platz „vom Niemandsplatz zum Lieblingsplatz“ machen und unter schattenspendenden Bäumen gemütliche Sitzmöglichkeiten entstehen lassen.

Die Verbindungsachse zwischen dem nördlichen und dem südlichen Teil des „Maute“-Areals könnte einmal so heißen: Fadengasse, Maute-Gasse, Schön-Blick-Straße, Bisinger Promenade, Am alten Kesselhaus oder Bisinger Weg. Entstehen soll ein Weg – eine „lebendige Alltagsroute“ – zum Flanieren, Begegnen und Entdecken.

All das klingt doch sehr interessant und ansprechend. Man darf gespannt sein, welche Namen sich am Ende durchsetzen.