In Freudenstadt und Nagold wurde das Konzept Pop-up-Store bereits etabliert. Foto: dpa/Stephanie Pilick

Im kommenden Jahr will die Stadt Altensteig den Leerständen in der Stadt entgegenwirken. Abhilfe schaffen soll ein neues Pop-up-Store-Konzept.

„Jeder sieht es – die Leerstände sind da. Was kann man als Stadt also tun?“ Mit dieser Frage eröffnete Altensteigs Bürgermeister Oliver Valha einen neuen Tagesordnungspunkt in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Für viele Bewohner scheint die Antwort zunächst naheliegend: lokal einkaufen und die Einzelhändler vor Ort stärken, statt online zu bestellen.

 

Die Antwort seitens der Stadt ließ dennoch nicht lange auf sich warten. Abhilfe schaffen soll ein Pop-up-Store-Konzept. Die Idee dahinter ist, für eine befristete Zeit Einzelhandels- oder Dienstleistungskonzepte in leerstehenden Geschäften anzusiedeln.

Ein abwechslungsreiches Kundenerlebnis schaffen

Händler, junge Unternehmer und soziale Initiativen sollen dadurch außerdem die Möglichkeit bekommen, temporär neue Produkte anzubieten oder Ideen zu testen – ohne eine langfristige Mietverpflichtung eingehen zu müssen.

Gleichzeitig soll so ein abwechslungsreicheres Einkaufserlebnis für die Kunden entstehen. Auch Altensteigs Innenstadt soll durch kreative und wechselnde Konzepte wieder belebt werden.

Das Konzept wurde bereits in Nagold und Freudenstadt erfolgreich umgesetzt. Einige Betreiber führten ihre Läden dort sogar dauerhaft weiter – ein Effekt, der auch in Altensteig dazu beitragen könnte, Leerstände nachhaltig zu verringern.

Zur Umsetzung des neuen Konzepts ist die Stadt derzeit auf der Suche nach leerstehenden Räumlichkeiten. Erste Zusagen von Vermietern seien bereits eingegangen, teilt die Stadt mit. In einem nächsten Schritt sollen Gespräche mit den Vermietern über Details wie die Mietkosten geführt werden. Die geplante Mietdauer für einen Pop-up-Store beträgt 100 Tage – also etwas mehr als drei Monate.

Auftaktveranstaltung im Herbst geplant

Eröffnet werden soll das Projekt mit einer Auftaktveranstaltung im Herbst. „Dafür kann eine Förderung von bis zu 60 Prozent beantragt werden“, erklärt Valha. Die Gesamtkosten belaufen sich nach vorläufiger Planung auf rund 25 000 Euro.

Das Vorhaben, gegen die Leerstände im Ort vorzugehen, fand auch im Gemeinderat Zustimmung. Das Gremium beschloss die Umsetzung des Konzepts für das kommende Jahr einstimmig.