Mit einem solchen Erfolg seines Café-Restaurants hätte Efe Terkan, Burladingen, nicht gerechnet. Derweil bleibt der elterliche Imbiss noch geraume Zeit geschlossen. Dort wird umgebaut.
Bei uns bekommen Sie türkischen Döner, aber auch schwäbische Berliner“, lacht Geschäftsführer Efe Recep Terkan. Damit ist nur ein Teil des Sortiments und Speisenangebots in seinem „Back Palast“ an der Hauptstraße 59 in Burladingen benannt.
In der Auslage mit den frischen Backwaren finden sich Brezeln, Brötchen, Croissants und deutsche Brotsorten, daneben Produkte aus türkischer Bäcker- oder Konditorenkunst. An warmen Speisen bietet das Restaurant Döner Kebab und Pizzen an, vor allem aber Grill- und Pfannengerichte.
Suppen auf der Speisekarte
„Das hat sich noch nicht überall herumgesprochen“, sagt Terkan. „Die Leute kommen zu uns, fragen erst nach einem Döner und sind erstaunt, wenn sie die Karte anschauen. Viele probieren – und kehren bald zurück“, lacht er.
Auf der Speisekarte stehen neben Lamm-, Hähnchenspieß oder gemischter Grillplatte mit den zugehörenden Beilagen ebenso verschiedene Suppen. Alles wird frisch zubereitet.
Das Ende Januar neu eröffnete Café-Restaurant ist täglich gut besetzt. Schnell etablierte sich eine Stammkundschaft, die zum Frühstück herkommt, sich regelmäßig mittags zur Kaffeestunde trifft oder eben eine herzhafte Mahlzeit genießt. Der Kreis der Gäste umfasst Besucher aus Burladingen, Durchreisende und Neugierige von auswärts, die in den sozialen Medien auf die Eröffnung gestoßen sind. „Dabei haben wir kaum Werbung gemacht“, erzählt der Geschäftsführer. Und gibt zu: „Mit einem solchen Erfolg in so kurzer Zeit hätten wir nicht gerechnet.“ Unglücklich über diese Entwicklung ist der 21-jährige Burladinger freilich ganz und gar nicht.
Beste Lage und Parkplätze
Rückblick: Im Jahr 2024 trudelte die in Hechingen beheimatete Sternenbäck-Gruppe in die Insolvenz, über 30 Filialen der Großbäckerei in Baden-Württemberg mit ihren Cafés mussten schließen, darunter die Filiale in Burladingen. Vor gut einem Jahr tastete sich Efe Terkan als potenzieller Mieter heran. Sein Vorhaben: In den verwaisten, zentral gelegenen Räumlichkeiten ein Restaurant mit türkischer Küche und einem Backshop zu etablieren.
Die Gegebenheiten schienen ideal: Rund 80 Sitzplätze sind vorhanden, eine Terrasse steht außerdem zur Verfügung und es mangelt vor und hinter dem Gebäude nicht an Parkmöglichkeiten.
Es galt aber offensichtlich noch einige Hürden zu überwinden. Der zunächst in Aussicht gestellte Eröffnungstermin im vergangenen Jahr verschob sich. Schon munkelte man in der Stadt, aus der Sache werde nichts Ordentliches werden. Ein Irrtum.
Umbau im elterlichen Betrieb
Unterstützt wird der gelernte Einzelhandelskaufmann im Betrieb derzeit unter anderem von seinen Eltern, Mehtap und Ayhan Terkan. Die beiden sind in der gastronomischen Szene der Stadt bestens bekannt. Vor 16 Jahren übernahmen sie „Ciceks Imbiss“ und führten dessen Erfolgsgeschichte – sie begann Mitte der 80er-Jahre – ungebrochen fort. Momentan ist der ebenfalls an der Hauptstraße gelegene Imbiss allerdings wegen Umbauarbeiten auf unbestimmte Zeit geschlossen. „Wenn das erledigt ist, machen wir auf jeden Fall weiter, Cicek bleibt ein Döner-Geschäft, nur die Einrichtung wird sich ändern“, versichern die Terkans. Welche weiteren „Überraschungen“ das umgestaltete Ambiente bereithält, wollen sie nicht verraten.
Burladingens Bürgermeister Davide Licht stattete dem Café-Restaurant in dieser Woche einen Antrittsbesuch ab. Er ist erfreut, dass sich einer der – nicht wenigen – Leerstände in der Stadtmitte mit neuem Leben erfüllt. Den Betreibern wünschte er gutes Gelingen für die Zukunft und kündigte einen baldigen privaten Besuch außerhalb der Amtsgeschäfte an.
Gastronomische Struktur der Kernstadt
Übersicht
Um die gastronomische Struktur in der Kernstadt Burladingen ist es nicht schlecht bestellt, weitaus besser zumindest als in vergleichbar großen Gemeinden. Man findet neben dem Back-Palast mit seinen türkischen Spezialitäten zwei stark frequentierte italienische Restaurants, und einen Asia-Imbiss. Deutsche Küche bieten das „Kleineschle“ und der „Hirsch“ an, ein gutes Schnitzel erhält man ebenfalls (neben griechischen Gerichten) im „Zoller“.