Das Vorstandsteam und die Darsteller treffen sich immer mal wieder zur Besprechung der geplanten Aktivitäten. Foto: Hella Schimkat

Der 2023 gegründete Verein „Die Kulturfreunde an der Brigach“ wächst rasant und sorgt bei Theateraufführungen und Kinovorstellungen für volle Säle.

„Die Kulturfreunde an der Brigach“ gründeten sich als gleichnamiger Verein im November 2023 im Feuerwehrgerätehaus Brigachtal. Es war der Abend, als der Geschichtsverein Brigachtal den Adventsbasar vor dem Heimatmuseum und dem Dorfhaus veranstaltet hatte.

 

„Was machen wir jetzt?“, fragten sich einige des künftigen Vereins beim Adventsbasar: „Wir gründen einen Verein“, waren sie sich einig und strebten in den Aufenthaltsraum des Gerätehauses.

„Wir müssen sieben Personen sein“, hieß es und nach und nach kamen noch einige Laiendarsteller dazu und sagten, dass sie mitmachen. So gründeten schließlich 14 Männer und Frauen den Verein „Kulturfreunde an der Brigach“.

Petra Simon wurde zur Vorsitzenden gewählt und sie ist es auch heute noch. Zum Verein gehören Volker Hirt und Thomas Huber, die beide kleine Theaterstücke schreiben, Regie führen und selbst noch mitspielen. Der absolute Kracher ist das Fasnettheater, das seit der Gründung jeweils am Abend nach dem Zunftball hoch oben unter dem Dach des Werk- und Vereinshauses aufgeführt wird. Diese Abende sind jeweils restlos ausverkauft, das Publikum sitzt so dicht gedrängt an den Tischen, dass die Gäste kaum noch Luft bekommen. Das für die Bewirtung zuständige Team, alles selbst gemacht von der Theatergruppe, braucht schon etwas Akrobatikkünste, um sich in den Reihen bei dem Bedienen durchzuquetschen.

Bei Zuschauern herrscht Kreischalarm

Ob im „Weißen Rössl am Wolfgangsee“ oder auf der „ MS Brigachtal“, dem Traumschiff natürlich, bei den Zuschauern herrscht regelmäßig Kreischalarm. Volker Hirt schreibt die Stücke so um, vielmehr neu, dass von den Originalen nur noch die Überschrift übrig bleibt. Das Rathaus wird regelmäßig mit einbezogen, vor allem die Damen und Herren mit dem Schultes vom Hauptamt.

Sie sind nicht original dabei, aber eben doch. Und welchen Blödsinn sie angestellt haben, können sie dann nach der Aufführung lesen. Inzwischen hat der Verein im Werk- und Vereinsraum einen eigenen Raum angemietet, auch gibt es jetzt an jedem letzten Freitag im Monat einen Kultur-Stammtisch, bei dem jeder Interessierte willkommen ist.

Regelmäßige Aktivitäten in der Planung

Im Vereinsraum werden regelmäßig neue Events ausgebrütet, sei es ein Kinoabend für Kinder oder ein Stück wie „Findet Nemo“ oder ein Halloween-Kinoabend, für die Erwachsenen wurde auch schon im Gasthaus Löwen „Beethoven bei Nacht“, geschrieben von Volker Hirt, aufgeführt.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag strömen Kinder und Eltern in die Arenberg-Halle, denn da wartet Thomas Huber, der ein Theaterstück für Kinder geschrieben hat, auf die Besucher. Auch die Arenberghalle platzt regelmäßig aus allen Nähten. Regelmäßige Ausflüge, Wanderungen, Kultur und Vesper gab es schon und sind in der Planung.

Mitglieder basteln Dekoration

Im Gespräch erklärt Petra Simon, dass die Kino-Abende offiziell eingeführt wurden und zusätzliche Arbeit bedeuten: „Wir müssen die Einnahmen angeben und dürfen keine Werbung machen“ betont sie.

Die Dekorationen, ob bei Theateraufführungen für Erwachsene oder Kinder, fertigen alle Mitglieder selbst an, die jeweilige Bekleidung wird auch selbst geschneidert oder gebastelt, alles sei hausgemacht, so Petra Simon. Das Lernen der Texte und die Proben seien auch gemeinsame Arbeiten.

Vorschläge für den Jahresausflug erwünscht

„Dieses Jahr am Sommertheater für Kinder in Bad Dürrheim können wir mitwirken, wir suchen jemand, der Schauspielunterricht gibt“, erklärt sie noch. Derzeit gehe es um die Frage, ob der Verein am Dorffest teilnimmt, da hatten sie im vergangenen einen Clown, einen richtigen Stand können sie nicht anbieten, dafür sei der Verein noch zu klein, meint sie. Ideen für den Jahresausflug seien noch erwünscht, die Zahl der Mitglieder sei ebenso erfreulich: „Angefangen haben wir Ende 2023 mit 14 Mitgliedern, jetzt sind wir 34, davon vier Jugendliche“, freut sie sich.