Armin Hansmann setzt sich für Neubauten an der Bright-Future-Schule an. Diese ist derzeit nicht mehr als ein Bretterverschlag auf Lehmboden. Foto: privat

Der Haslacher Armin Klausmann steht kurz vor einer weiteren Reise nach Uganda. Dieses Mal wird er von Helfern begleitet. Geplant ist, dass insgesamt an drei unterschiedlichen Schulen geholfen werden soll.

Über den Verein „Schapbach Hilft“ wurden beim Helpfest im vergangenen Oktober Spendengelder zugunsten der „Archbishop-Kiwanuka-Schule“ in Nakirebe gesammelt. Die Wege zu Armin Klausmann waren kurz, schließlich ist er Trainer des dortigen Fußballvereins. „Wir haben unglaubliche 10 500 Euro für Uganda bekommen“, zeigte er sich jetzt sehr dankbar. Jeder Cent des Gelds werde gleich verbaut, auch wenn der Bedarf noch sehr viel höher sei als es die Summe ermögliche.

 

Denn mittlerweile unterstützt die in Haslach lebende Familie Klausmann drei Schulen in einem der ärmsten Länder der Welt. Dass dieses Mal Manuel Jehle (Vorstand von „Schapbach hilft“), Marvin Herrmann, Simon Hoferer und Bernd Herrmann ebenfalls mitreisen und auch noch Handwerker sowie Metaller sind, freut Armin Klausmann sehr. „Wir werden uns vor Ort zunächst ein Bild vom Zustand der bisher umgesetzten Maßnahmen machen und dann mit den neuen Projekten beginnen“, blickte er voraus.

Der Schwerpunkt wird bei dieser Reise an der Lukalu-Schule in Masaka liegen, wo dringend ein neues Gebäude für die gut 1000 Schülerinnen und Schüler benötigt werde. Im Vorfeld seien dafür Pläne vor Ort erstellt und ein Kostenvoranschlag eingeholt worden, die Gesamtkosten werden am Ende bei mehr als 13 000 Euro liegen. „Wir haben bereits 7000 Euro an Schulleiter Karensi für Material überwiesen. Wenn wir am 12. Juni ankommen starten wir den Bau gemeinsam“, erzählte Klausmann.

Ein weiteres Bauprojekt stehe an der extrem armen Bright-Future-Schule an, wo dringend ein neuer Klassenraum benötigt werde. Bisher sei die Schule ein besserer Bretterverschlag auf Lehmboden, in dem die Kinder unterrichtet werden. Fließendes Wasser oder sanitäre Anlagen suche man vergebens, die abgelegene Busch-Toilette bestehe lediglich aus einem Erdloch. Die Kosten für diesen Bau seien noch zu beziffern.

An der Lukalu-Schule muss ein neues Gebäude für die rund 100 Schüler gebaut werden. Foto: privat

Als drittes Projekt stehe natürlich auch die Kiwanuka-Schule auf dem Plan, wo die Erneuerung der Wasserpumpe sowie der Bau des Schutz-Zaunes aufgrund der neuen Prioritäten während Corona ins Stocken gerieten. Während der strikten Anordnungen sei es für Schulleiter John Kizito und die Waisenkinder ums pure Überleben gegangen, jetzt wirke sich der russische Angriffskrieg in der Ukraine durch Mangel und Teuerung aus. „John musste sogar Mobiliar verkaufen, um Wasser bezahlen zu können“, verdeutlichte Armin Klausmann. Auch für die Wartung der bestehenden, aber zu klein ausgelegten Pumpe werde dringend Geld benötigt.

Erfreulich sei, dass die Schiltacher Firma Grieshaber mit Schulbedarf unterstütze und der SV Schapbach sich mit Trikot-Sätzen und Bällen beteilige. Denn über die bauliche Unterstützung hinaus ist es Armin Klausmann ein großes Anliegen, den Kindern durch den Fußball emotionale Erlebnisse zu schenken. Und für Dezember ist dann auch schon die nächste Reise nach Uganda geplant, um sich dann ein Bild vom Fortschritt der Projekte zu machen.

Neuer Verein

Am 4. Mai ist der Verein „ZusammenHelfen – Help2gether“ im Vereinsregister eingetragen worden. Armin Klausmann ist Vorsitzender, Ehefrau Katja seine Stellvertreterin. Sohn Samuel ist Schriftführer und ebenfalls stellvertretender Vorsitzender, Sohn Joshua ist Beisitzer und Sohn Noah ist natürlich auch Mitglied. Der Vorteil des gemeinnützigen Vereins liegt auf der Hand, ab sofort können Spendenbescheinigungen für die Uganda-Hilfe ausgestellt werden. Die Konto-Nummer lautet: DE60 6645 1548 0010 8417 67 bei der Sparkasse Kinzigtal.