Der Neubau der KS Systems GmbH im Dauchinger Gewerbegebiet Riesenburg erfüllt KfW 55-Standard, nutzt Wärmepumpentechnik und erhält eine Photovoltaikanlage. Foto: Preuß

Mit der KS Systems GmbH aus Schwenningen wird noch in diesem Jahr ein innovatives Unternehmen nach Dauchingen ins Gewerbegebiet Riesenburg ziehen.

Dauchingen - "Wir hoffen, in etwa sechs Wochen die Produktion am neuen Standort aufnehmen zu können", sagte Klaus Kronenbitter, Geschäftsführer der KS Systems GmbH.

Das Unternehmen hat sich auf die Herstellung von Sonderanfertigungen und individuellen Lösungen für Tankanlagen mit großen Abgabemengen spezialisiert. Dabei geht es zum Beispiel um Ad- Blue-Betankungsanlagen für überdimensionierte Minenfahrzeuge, Vorrichtungen auf Flugfeldern, in Häfen zur Betankung von Schiffen oder in Depots für Lokomotiven: "Seit mehr als fünf Jahren liefern wir Betankungsanlagen für Dieselloks der Deutschen Bahn", berichtet Kronenbitter. Dabei geht es um Förderleistungen bis zu 260 Liter in der Minute.

KS Systems 2001 in Dauchingen gegründet

KS Systems wurde 2001 in Dauchingen in der Siemensstraße gegründet, zog dann aber aus Raumgründen nach Schwenningen. Heute wird in den Hallen des ehemaligen Opel-Autohauses an der Villinger Straße produziert, für die Herstellung von Spezialtanks gibt es auch noch eine kleine Halle an der Niedereschacher Straße in Dauchingen. "Mit dem neuen Gebäude wollen wir die gesamte Firma an einem Ort bündeln und natürlich die sich daraus ergebenden Vorteile in der Organisation und den Prozessen nutzen", freut sich Kronenbitter. Vor allem das nun verfügbare Außengelände erleichtere die Zwischenlagerung großer Komponenten.

KS Systems hatte auch nach einer neuen Produktionshalle gesucht, der Markt sei aber leer gefegt und die Mieten exorbitant. "Deshalb haben wir uns entschieden, einen Neubau zu errichten."

"Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt"

Starten wird das Unternehmen mit zehn Beschäftigten im Gewerbegebiet Riesenburg, die Belegschaft werde aber wachsen, so Kronenbitter, "denn die Auftragsbücher sind sehr gut gefüllt".

Zudem habe man eine Reihe interessanter Projekte in der Pipeline – "und wir werden im kommenden Jahr in den Bereich Wasserstoff einsteigen." Dies, wie aktuell auch bei den konventionellen Kraft- und Zusatzstoffen in Nischenbereichen, denn, die Stärken würden eben nicht in der Serienproduktion liegen, sondern der individuell angepassten Auftragsfertigung.

Bei der eingangs erwähnten Anlage für Ad Blue zum Beispiel handelt es sich um einen Minenbetreiber in Nordfinnland. Die Anlage läuft garantiert bis zu minus 40 Grad. So kalt wird es in Dauchingen eher nicht, aber der Neubau ist darauf vorbereitet: "Wir haben KfW 55-Standard, nutzen Wärmepumpentechnik und installieren auf dem Dach eine Photovoltaikanlage, so dass wir CO2-neutral arbeiten können".

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: