Im Pop-up-Store in der Eisenstraße sind bis Ende Dezember Einzelhandel und Gastronomie untergebracht. Foto: Alexander Blessing

In das denkmalgeschützten Westhoff-Gebäude in der Eisenstraße zieht temporär neues Leben ein. Im Rahmen des Pop-up-Programms der Freiburger Wirtschaftsförderung wird dort Einzelhandel, Gastronomie und Kultur angeboten.

„Wir wollen mit dem Pop-up-Store-Programm auf Leerstände in der Innenstadt aufmerksam machen und diese mit neuem Leben füllen“, erklärt die Geschäftsführerin der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) Hanna Böhme. Zudem wolle die FWTM den Wandel der Innenstädte, der sich derzeit vollzieht, mitgestalten. Neue Anbieter sollen in den Pop-up-Stores die Möglichkeit bekommen, sich und ihre Konzepte auszuprobieren, so Böhme. „Wir wollen dadurch auch neue Zielgruppen in die Innenstadt locken“, erklärt Böhme weiter.

 

Das denkmalgeschützte Westhoff-Gebäude – ein historischer Behelfsbau aus der Nachkriegszeit – in der Eisenstraße unweit des Freiburger Münsters beherbergt bis Dezember das neue Pop-up-Projekt der FWTM. Das Konzept wurde beinhaltet neben Einzelhandel auch ein kulturelles und gastronomisches Angebot. Unterstützt wird das Projekt durch Fördermittel aus dem Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. „Wir wollten einen Ort schaffen, der cool ist, wo die Leute sagen, da will ich noch mal hin“, erklärt Böhme.

Zu Start betet das Label BNA seine Mode im Pop-up-Store an. Foto: Alexander Blessing

Dafür wurden die Räumlichkeiten in rund eineinhalb Wochen umgestaltet. Der Verkaufsraum des ehemaligen Ladengeschäfts wurde in einen Pop-up-Store umgewandelt, in den wechselnde Einzelhändler mit regionalem Bezug einziehen. Den Auftakt macht das regionale Mode-Start-up „Balance not available“ (BNA), das Streetwear anbietet. Ab dem 20. September folgt die Marke „Maloja“, die modische Outdoorkleidung anbieten wird. Weitere Anbieter folgen, heißt es von der FWTM.

Mischung aus Handel, Gastronomie und Kultur

Die andere Hälfte des Verkaufsraums wird von den Betreibern des „Café Ruef“ aus Freiburg zu einem gemütlichen Café-Bereich. Dort werden sowohl regionale Getränke als auch frisch zubereitete Pommes angeboten.

Im hinteren Bereich des Gebäudes ist mit dem „Kultursalon“ ein Raum für Workshops, kulturelle Veranstaltungen und Partys entstanden. Er bietet eine Plattform für lokale Künstler, Vereine und Kulturschaffende, sich zu präsentieren. Jeden Mittwoch von 16 bis 22 Uhr lädt dort der Tischtennisverein „Die Plattenspieler“ zum gemeinsamen Spielen ein. Die Eventreihe „Entkorkte Kunst“ verspricht sonntagnachmittags eine besondere Mischung aus Weintasting und Malkurs. An drei Terminen tritt das Sprechtheater „Laut und Lyrik“ im Pop-up-Store auf. Am Samstag, dem 12. Oktober, findet in den Räumlichkeiten ein Frauen-Flohmarkt statt.

Im hinteren Bereich ist ein Platz für Veranstaltungen entstanden. Foto: Alexander Blessing

Ab dem 13. Oktober startet im Westhoff-Pop-up das „Vorprogramm“ der Freiburger Veranstaltung „Leben und Tod“, die am 18. und 19. Oktober in der Sick-Arena stattfinden wird. Bei der „Leben und Tod“ geht es um die Auseinandersetzung mit Themen wie Endlichkeit, Sterben, Tod, Trauer und Gedenken. Besucher erwarten aus Workshops, Konzerte, Lesungen, Mitmachaktionen und Ausstellungen.

Bis Ende des Jahres soll der Leerstand in der Eisenstraße durch das Projekt mit Leben gefüllt werden. Im Anschluss wird das historische Gebäude von den Eigentümern umgebaut und mit neuem Konzept wieder geöffnet. Bis dahin haben die Projektteilnehmer Zeit zu testen, ob ihr Konzept und ihre Produkte bei den Besuchern der Freiburger Innenstadt ankommen.