Nachdem die Shell-Tankstelle in der Stuttgarter Straße monatelang geschlossen war, wurde nun der Betrieb wieder aufgenommen. Wir waren vor Ort und haben uns mit dem neuen Pächter unterhalten.
Seit Anfang Juli war die Shell-Tankstelle in der Stuttgarter Straße in Freudenstadt geschlossen. Ein auffälliges Absperrband und ein kurzer Hinweis auf einer Kreidetafel machte potenziellen Kunden klar: Hier wird es erstmal keinen Sprit mehr geben.
Grund für die Schließung war die Insolvenz des bisherigen Pächters, der neben der Filiale in Freudenstadt auch eine Shell Tankstelle in Calw und eine in Calw-Stammheim betrieben hat. Auch diese waren plötzlich über Nacht geschlossen.
Doch zumindest in Freudenstadt geht es nun weiter. Denn hier hat die Tankstelle seit diesem Dienstag wieder geöffnet, da mittlerweile ein neuer Pächter gefunden wurde: Dominik Manicke hat mit seiner „Ortenau Tankstellen GmbH“ den Betrieb der Filiale übernommen.
Calw ist für ihn zu weit
Da er am Dienstag selbst vor Ort war, ergab sich die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch mit unserer Redaktion. „Meine Frau und ich sind langjährige Pächter mit viel Erfahrung“, berichtet Manicke.
So betreibe er bereits mehrere Tankstellen im Murgtal und in der Ortenau. Die Shell-Filiale in Freudenstadt sei für ihn nun schon die siebte Tankstelle, die von seinem Unternehmen betrieben werde. Von der Insolvenz seines Vorgängers hat Manicke in der Presse gelesen. Die Shell-Tankstellen in Calw und Stammheim habe er aber nicht übernehmen wollen. Für ihn sei Calw einfach zu weit entfernt.
Blickt man sich in der Tankstelle um, ist alles wie immer. Nichts erinnert daran, dass der Betrieb mehrere Monate geschlossen war. Die Regale sind prall gefüllt und auch die Zapfsäulen sind wieder in Betrieb, wie Manicke bestätigt. Nur die Waschanlage sei derzeit noch geschlossen. „Die wird am Freitag wieder in Betrieb gehen.“
Obwohl Manicke offensichtlich am Eröffnungstag einiges zu tun hat, ist er gut gelaunt. „Es macht immer Spaß, wenn man eine neue Station übernimmt“, erzählt der Unternehmer. „Weil es einfach eine Herausforderung ist.“