Schwanaus Bürgermeister Marco Gutmann (von links) mit dem neuen Ottenheimer Ortschaftsrat Kuno Hamm, Thomas Oberle, Martin Weiser, Tatjana Baumann, Lutz Weide, Patrick Fertig, Elmar Trunkenbolz, Sebastian Schäfer, Stefan Bruder und Nils Schneckenburger Foto: Lehmann

Der Ortschaftsrat hat in seiner konstituierenden Sitzung vier Kollegen verabschiedet – darunter auch die bisherige Ortsvorsteherin Silke Weber. Für sie galt es einen Nachfolger zu finden – die Entscheidung fiel bei einer Enthaltung auf Fertig.

Die erste Sitzung nach der Kommunalwahl war auch die letzte für Ottenheims Ortsvorsteherin Silke Weber. So stand die Sitzung im Zeichen des Abschieds der alten Ortschaftsräte und der Verpflichtung der neu gewählten Ratsmitglieder.

 

Weber dankte den ausscheidenden Ortschaftsratsmitgliedern für ihr großes Engagement im Gremium. Verabschiedet wurden Ulrike Grottendorfer, Martin Himmelsbach und Fred Maurer. Während Grottendorfer in Abwesenheit geehrt und verabschiedet wurde, gab es für Himmelsbach mit Eintreffen im späteren Verlauf der Sitzung offizielle und persönliche Worte.

Emotional war die Verabschiedung von Maurer, der lange Jahre am Ratstisch Platz genommen hatte. 30 Jahre gehörte er dem Ortschaftsrat Ottenheim an und war während seiner Amtszeiten „ein erfahrenes Ratsmitglied, das sachlich mitdiskutierte und sich stets einbrachte“, würdigte ihn Weber.

Dann übernahm der stellvertretende Ortsvorsteher Kuno Hamm das Wort und richtete sich an Silke Weber. In der letzten Gemeinderatssitzung wurde sie bereits für 20-jährige kommunalpolitische Tätigkeit geehrt. In seiner Verabschiedung warf Hamm einen Blick auf die vergangenen Jahre, die von Weber als Ortsvorsteherin geprägt wurden. „Deine Tätigkeit im Ortsteil Ottenheim verdient goßen Respekt und Anerkennung“, so Hamm abschließend.

Elmar Trunkenbolz und Lutz Weide sind Stellvertreter

Im Anschluss an die Verabschiedung übernahm die Ortsvorsteherin die Verpflichtung der gewählten Ortschaftsratsmitglieder. „Ich wünsche euch, dass ihr immer auf einen Nenner kommt“, so die scheidende Ortsvorsteherin sichtlich gerührt.

Aus dem Kreis des Ortschaftsrats galt es, eine Nachfolge für Weber zu wählen. Vorgeschlagen wurde Patrick Fertig, der die höchste Stimmenzahl bei der Kommunalwahl erreicht hatte. Er nahm den Vorschlag an. Nach der geheimen Wahl stand mit einer Enthaltung fest, dass Fertig künftig Ortsvorsteher von Ottenheim sein soll.

Als erster Stellvertreter wurde Elmar Trunkenbolz vorgeschlagen. Auch er erhielt von den Ratskollegen die Rückendeckung. Zum zweiten Stellvertreter wurde Lutz Weide einstimmig gewählt.

Für Fertig sei das Wahlergebnis bei der Kommunalwahl überraschend gewesen, erklärte er in der Sitzung. So habe er das Wahlergebnis – und den großen Zuspruch aus der Bevölkerung – als Pflicht gesehen, das Amt des Ortsvorstehers von Ottenheim anzunehmen. Er habe die Vertretungszeit des Bürgermeisters als Erfahrung mitgebracht, von der er nun sicherlich profitieren werde. „ Ich setze auf maximale Transparenz und Information“, betonte Fertig. Auch sei er stets für gute Ideen und Lösungen dankbar.

Der Ortschaftsrat Ottenheim besteht aus den nachfolgenden Mitgliedern: Patrick Fertig, Sebastian Schäfer, Tatjana Baumann, Nils Schneckenburger, Elmar Trunkenbolz, Kuno Hamm, Stefan Bruder, Martin Weiser, Lutz Weide und Thomas Oberle.

Vorschlag

Die Wahl des Ottenheimer Ortsvorstehers und seiner Stellvertreter ist als Vorschlag für den Gemeinderat zu sehen. In der nächsten Gemeinderatssitzung am Montag, 22. Juli, wird die Wahl des Ortsvorstehers bestätigt, erst dann sind die Ortsvorsteher und ihre Stellvertreter im Amt.