Die Tragschicht wird seit dieser Woche eingebaut. Foto: Marion Selent-Witowski

Vor allem die Anlieger werden aufatmen: Jetzt steht fest, wann der neue Kreisverkehr am nordöstlichen Ortsrand Richtung Ostelsheim samt Straßensträngen befahrbar ist.

Seit jeher war der Bereich Stuttgarter Straße, Bahnstraße, Bahnhofstraße, Ölbergstraße und Schlüsseläckerweg die unübersichtlichste Kreuzung im gesamten Gemeindegebiet. Der neue Kreisel wird Verkehrsteilnehmern das Leben wesentlich erleichtern. Im September war mit den Bauarbeiten begonnen und der Bereich für den Verkehr gesperrt worden.

 

Knifflig Schon die Planung eines Kreisverkehrs ist nicht selten eine knifflige Angelegenheit. Recht kompliziert kann es werden, wenn das Bauwerk – wie beim neuen Kreisel in Althengstett – an einem Bahnübergang liegt. Im Sinne des Gesetzes über Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen, also des Eisenbahnkreuzungsgesetz, gilt es einiges zu beachten. Das deutsche Bundesgesetz regelt die Handhabung, den Bau und die Finanzierung von Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen.

Aufwendig Die Arbeiten seien aufgrund der anspruchsvollen Umgebung des Baufeldes zeitaufwendig, hatte sich Bauamtsleiter Rainer Bubser im Herbst zu dem Projekt geäußert. Es war mit einer Bauzeit von drei Monaten gerechnet worden. Bubser hatte die Fertigstellung im November jedoch auf Ende Februar terminiert – in Abhängigkeit vom Wetter. Dann sollte auch der Bahnübergang fertig sein. Daraus wurde aber nichts.

Verspätet Jetzt gibt einen neuen Anlauf für die Fertigstellung der Verkehrsknotenpunkts. Und dieses Mal geht der Plan offensichtlich auf. Der Bautrupp ist diese Woche dabei, die Tragschicht im Kreisel einzubauen. „Am 11. März wird für die Anwohner der Kreisverkehr geöffnet“, äußert sich der Bauamtsleiter auf Nachfrage unserer Redaktion. Der Bahnübergang Stuttgarter Straße wird nach seinen Angaben erst circa acht Wochen später fertig.

Überraschend Das Baufeld Kreisverkehr und Bahnübergang ist laut Bubser für alle Netze – Wasser, Abwasser, Strom, Gas und Telekommunikation – ein Nadelöhr. „Bei der vorgefundenen Verlegung der bestehenden Leitungen gab es einige Überraschungen“, berichtet er. Geplant gewesen sei die Erneuerung aller Leitungen von vornherein, dennoch habe die Neuordnung der Leitungsführung für eine Änderung in der Werkplanung gesorgt. Diese Planänderung habe mit den Vorgaben der Bahn (Schienenkreuzung) abgeglichen werden müssen. „Letztendlich konnte durch die Verzögerung der Asphalt im Kreisverkehr vor Weihnachten nicht mehr eingebaut werden. Da die Asphaltwerke Winterpause machen und dieses Jahr am 19. Februar öffneten“, werde es eben erst in dieser Woche etwas mit dem Einbau des Asphalts, gibt der Amtsleiter an.

Das Vorhaben kostet die Gemeinde rund eine halbe Million Euro. Dazu gehören laut Bubser der Kreisverkehr selbst, die Erneuerung der alten Wasserleitung und die Kanalvorstreckung unter dem Gleisbett.