Der Saalbau Gruol steht im Mittelpunkt der Überlegungen, in Gruol einen Förderverein zu gründen. Foto: Thomas Kost

Ein Förderverein soll Vereine und Bürger mehr untereinander und mit ihrem Dorf verbinden.

Sein Name und ein passendes Logo sind schon gefunden, aus der Taufe gehoben werden soll er aber erst am Dienstag, 4. April: Der „Förderverein für Kultur, Sport und Jugend e.V.““

 

Er soll der Kopf der Gruoler Vereine sein“, betonte Ortsvorsteher Reiner Schullian, als er gestern gemeinsam mit Martin Welte vom Narrenverein die grundlegende Zielrichtung des Fördervereins vorstellte.

Im Fokus steht der Saalbau Gruol – jeder nennt ihn eigentlich Löwensaal – zu dessen Betrieb wurde einst eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) gegründet. Diese Gesellschaft besteht aber mittlerweile lediglich aus dem Musik- und Gesangverein, den Narren und den Fischern. Gleichwohl besteht erheblicher Sanierungsbedarf, um den Saalbau für die Zukunft erhalten zu können. Schon etwas ältere Schätzungen gingen von zwei Millionen Euro aus, mittlerweile dürfte diese Summe nach Schätzung von Martin Welte bei Weitem nicht mehr reichen.

Der kulturelle Mittelpunkt des Dorfes

„Der Saalbau ist aber der kulturelle Mittelpunkt in Gruol“, so Reiner Schullian. Und diesen gelte es zu erhalten. Und das will man statt mit einer GbR aus Vereinen nun mit einem Förderverein bewirken, in dem sich nicht nur Vereine, sondern auch Privatpersonen Mitglied werden können. Auf diese hofft der Ortsvorsteher ganz besonders. Es gebe doch einige Leute, die nicht mehr aktiv in Vereinen seien, aber vielleicht lassen sie sich für eine Mitgliedschaft im Förderverein begeistern. Sie gingen dadurch nicht unbedingt eine Verpflichtung ein, hätten aber den Vorteil, durch ihre Mitgliedschaft den Saal nutzen zu können – beispielsweise für Geburtstage oder andere Familien-Feierlichkeiten.

Der Förderverein soll zudem nicht nur den Löwensaal mit neuem kulturellem Leben füllen, sondern vor allem auch kleinere Vereine unterstützen, wenn diese Hilfe brauchen, um größere Veranstaltungen zu stemmen. In Gruol könnte dadurch wieder eine Art neues Wir-Gefühl entstehen, hofft der Ortsvorsteher vor.

Vereine ziehen mit

Bislang stieß Schullians Initiative auf viel Gehör. Alle örtlichen Vereine, die bislang Hauptversammlung hatten, stimmten einem Beitritt in den noch zu gründenden Förderverein zu, nachdem die Idee bereits im vergangenen November den jeweiligen Ausschüssen präsentiert worden ist. Bei den anderen, deren Versammlungen noch ausstehen, rechnet Schullian mit denselben positiven Signalen.

Als nächster Schritt soll nun am Freitag, 24. März, ab 19 Uhr im Saalbau eine weitere Info-Veranstaltung stattfinden, damit man am Dienstag, 4. April, Nägel mit Köpfen machen und die Vereinsgründung erfolgen kann. Danach soll dann auch die GbR aufgelöst werden. Der Gruoler Ortsvorsteher hofft, dass dieser Info-Abend gut besucht wird – insbesondere auch den erwähnten Privatpersonen.