Die Sanierung der Roggenbachschule in Unterkirnach verlängert sich. Foto: Ulrich Schlenker

Die Wiedereröffnung der Roggenbachschule Unterkirnach nach Ostern 2027 ist vom Tisch. Die Arbeiten ziehen sich noch länger hin und damit auch das Pendeln der Schüler nach Vöhrenbach.

Der Sachstandsbericht über die Generalsanierung der Roggenbachschule enthält eine gute und eine schlechte Nachricht.

 

Nachteilig für die Roggenbachschüler ist, dass sie länger als geplant nach Vöhrenbach pendeln müssen. „Bei den Rückbauarbeiten wurden mehr Schadstoffe und Mängel beim Gebäudetragwerk offengelegt. Dadurch wird eine Verlängerung der Bauzeit um drei Monate nötig“, informierte Ulrich Fischer vom Architekturbüro „buerohauser“.

Der geplante Einzug in das sanierte Gebäude verschiebe sich dadurch von Ostern 2027 auf die Pfingstferien, ließ der Projektleiter für die Schulsanierung wissen.

Schadstoffbeseitigung ist abgeschlossen

Die Schadstoffbeseitigung im Zusammenhang mit Rückbauarbeiten ist laut Architekturingenieur Fischer inzwischen abgeschlossen.

Gute Nachrichten gibt es zu den Sanierungskosten. In seiner ursprünglichen Berechnung von 2025 war „buerohauser“ von Gesamtkosten in Höhe von gut 5,9 Millionen Euro ausgegangen. Aktuell liegt die Kostenprognose bei etwa 5,33 Millionen Euro.

Durch die verlängerte Bauzeit entstehen zwar Mehrkosten für die Miete des Schulgebäudes in Vöhrenbach sowie für den Bustransfer in das Nachbardorf. Diese können laut Fischer aber über das reduzierte Baubudget reingewirtschaftet werden.

„Wir wollen deutlich unter dem Kostenplan bleiben. Vielleicht können wir durch die niedrigeren Kosten noch den Parkplatz rausspitzen“, setzte der Bauexperte eine ehrgeizige Messlatte.

„Ich rechne die Baukosten nicht gegen die Kosten für den Bustransfer und die Miete auf“, sagte Martin Kuberczyk. Die Beschulung in Vöhrenbach sei im Unterschied zu den Baukosten nicht zuschussfähig, begründete er. Kuberczyk forderte, beim Zeitplan nicht locker zu lassen.

Mit Blick auf die Kosten Vorsicht geboten

Karin Dold schlug in die gleiche Kerbe. „Wenn sich die Bauarbeiten über die Sommerferien 2027 ziehen, müssten wir eine neue Elternschaft informieren“, zeigte sie eine unliebsame Konsequenz auf. Thomas Rauer mahnte im Blick auf die Kosten zur Vorsicht. „Wir haben erst ein Sechstel der Baukosten vergeben“, ließ er wissen. Die Weltlage sei ein Risiko für die Kostenentwicklung, bestätigte Fischer.

Einstimmig vergab der Gemeinderat drei Gewerke der Sanierungsarbeiten. Im Gewerk Holzbau und Dachdeckerarbeiten erhält die Zimmerei Georg Weisser aus St. Georgen für 382.893 Euro den Zuschlag. Dieser Posten war mit 543.282 Euro kalkuliert worden. Das Gewerk Holz-Alu-Fenster geht für 235.199 Euro an die Unterkirnacher Firma W&Z Holzverarbeitung. Dieser Preis liegt um 53.240 Euro über den kalkulierten Kosten.

Die Trockenbauarbeiten werden für 184.815 Euro an den Gemeinder Stuckateurbetrieb aus Donaueschingen vergeben. Das ergibt im Vergleich zur Planung eine Einsparung von 53.783 Euro.

„Bei diesen Vergaben liegen wir um 160.932 Euro unter der Kalkulation“, zeigte sich Patrick Doll, Leiter des Sachgebiets Liegenschaften, sehr erfreut.