Die TSG Balingen plant einen neuen Fantreff für ihre Fans. Geschäftsführer Jonathan Annel berichtet im Gespräch mit unserer Redaktion, auf was sich die Anhänger freuen dürfen.
Sportlich läuft es aktuell mehr als rosig für die TSG Balingen. Die Fußballer stehen im WfV-Pokalfinale und dürfen Anfang Juni um den Aufstieg in die Regionalliga spielen. Dazu hat der Oberligist auch abseits des Platzes etwas Großes vor.
Abseits des Platzes trifft es in diesem Fall extrem gut. Neben dem Stadion – als Ergänzung zum Clubhaus Henkes – soll bald eine Almhütte als weitere Begegnungsstätte für die Fans entstehen.
„Im Aufsichtsrat wurde die Idee nach einer solchen Begegnungsstätte geboren“, erzählt TSG-Geschäftsführer Jonathan Annel. Die Verantwortlichen haben daraufhin überlegt, in welcher Form ein solcher Fantreff realisiert werden kann.
„Letztlich setzte sich dann die Idee durch, eine Almhütte im Tiroler Stil zu errichten und dort entsprechende Speisen und Getränke – Vesperplatte mit Käse und Speck zum Beispiel – anzubieten“, so Annel.
Geschäftsführer Annel, selbst ein halber Südtiroler, war Feuer und Flamme für diese Idee und konnte bereits einiges an Expertise in Sachen Südtiroler Flair mit einfließen lassen.
Zur Planung und Umsetzung wurde man in den eigenen Reihen fündig. So erklärte sich Willi Mayer Holzbau, Partner der TSG, bereit, den Aufbau in die Hand zu nehmen. Der Architektur-Entwurf stammt aus der Feder von Suljo Candic vom gleichnamigen Architektenbüro. „Suljo ist Hauptausschussmitglied bei der TSG und quasi der Bauherr des Projektes“, erklärt Annel.
Der Geschäftsführer freut sich über die vielen helfenden Hände, die große TSG-Familie, die das Vereinsleben durch das Ehrenamt aufrecht erhält. „Auch mit der Stadt führten wir gute Gespräche“, betont Annel. Die waren nötig, da die Baufläche neben Henkes der Kommune gehört. Die TSG darf auf der Fläche bauen.
Finanzierung auch über Crowdfunding
Und wie finanziert sich das insgesamt rund 220 000 Euro teure Vorhaben? Einen Teil der Kosten wird die TSG über Werbemöglichkeiten refinanzieren, einen weiteren Teil übernehmen die Partner der TSG, die am Bau beteiligt sind. Zudem greift der Verein auf eine Crowdfunding-Aktion zurück.
„So kann jeder, der möchte die Aktion finanziell unterstützen“, sagt Annel. Die Volksbank Albstadt ist mit im Boot und verwaltet die eingezahlten Gelder treuhänderisch. Annel: „Somit stellen wir auch sicher, dass die Beträge ausschließlich der Almhütte zugute kommen.“ Zudem steuert die Bank pro eingegangene Spende etwas bei. Bislang sind über diesen Weg rund 15 000 Euro zusammengekommen.
Bereits zur kommenden Saison werde die Hütte stehen und in Betrieb genommen, verspricht Annel – „möglicherweise sogar etwas früher“. 80 Fans finden dort dann an den Heimspielen Platz und können sich auf die Partie einstimmen.
Angebot richtet sich an gesamte Bevölkerung
„Fans der TSG sind hier willkommen, aber auch die, die es möglicherweise einmal noch werden wollen“, sagt Annel. Das Angebot richte sich an die gesamte Bevölkerung. Annel und die TSG-Verantwortlichen freuen sich über die große Unterstützung aller Beteiligten. „Ohne diese vielen helfenden Hände könnten wir ein solches Projekt gar nicht stemmen.“
Möglicherweise kommen die Fans in wenigen Monaten dann wieder in den Genuss von Regionalliga-Fußball – und können diesen mit Tiroler Speck und einem Glas Wein verbinden.