An der Starzel herrschte reger Besucherandrang. Foto: Will

Für Starzeln geht ein lange gehegter Wunsch in Erfüllung: Die Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes wird mit einem zünftigem Dorffest gefeiert.

Es ist schon ein paar Jahre her, dass in Starzeln ein Dorffest gefeiert wurde. Heuer war die Einweihung des neu gestalteten Dorfplatzes gebührender Anlass für die Vereine und die Ortschaftsverwaltung, wieder ein zünftiges Dorffest zu feiern und den Dorfplatz „in Betrieb“ zu nehmen.

 

Offizieller Beginn war der Auftritt der Jugendkapelle Oberes Killertal unter der Leitung von Marius Laile, die die schon zahlreich anwesenden Festgäste musikalisch gut gelaunt begrüßte.

Dorfplatzneugestaltung zentrales Projekt der Ortschaft

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Ortsvorsteher Berthold Krieg daran, dass es bereits 2014 erste Planungen für eine Dorfplatzneugestaltung gab. Verschiedene Projekte wie etwa die Aufstockung des Feuerwehrhauses wurden im Laufe der Jahre verworfen, die Konzentration galt fortan dem Dorfplatz.

2017 erfolgte dann die Aufnahme ins Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR), aber seinerzeit bremste der Gemeinderat und lehnte die Aufnahme in den städtischen Haushalt ab.

Die Jugendkapelle Oberes Killertal musiziert Foto: Will

„Damals war der richtige Mann noch nicht da“, so der Ortsvorsteher, aber Dank des jetzt amtierenden Bürgermeisters Davide Licht rückte das Projekt schließlich auf Platz 1 des städtischen ELR-Gesamtprogramms.

„Und heute ist es endlich soweit“, freute sich Krieg: Der Platz werte Starzeln auf und werde fleißig genutzt und angenommen.

Einen kleinen Wermutstropfen gelte es zu verdauen: Auch der Patz um die Dorflinde (ein Naturdenkmal) sollte in die größere Umgestaltung miteinbezogen werden. Das lehnte die Fachbehörde allerdings ab und erlaubte nur kleinere Anpassungen.

Ein Ausschnitt des neugestalteten Dorfplatzes, unmittelbar vor dem Fest Foto: Will

Zum Schluss seiner Begrüßungsrede fand der Ortsvorsteher dann reichlich Dankesworte: an den Bürgermeister für seine (schlussendlich erfolgreiche) Initiative, an das städtische Bauamt für dessen pragmatisches und lösungsorientiertes Vorgehen, an die bauausführende Firma Winter aus Burladingen und das Planungsbüro Lutz aus Gammertingen. Die Vergabe an ortsnahe und regionale Firmen habe sich (einmal mehr) bezahlt gemacht.

„Ich bin zuhause zwischen Tag und Traum, und die Linde ist mein Lieblingsbaum, und alle Sommer, welche in ihr schweigen, rühren sich wieder in den tausend Zweigen und wachsen wieder zwischen Tag und Traum“: Poetisch begann Bürgermeister Licht seine Begrüßung, und mit diesen Zeilen von Rainer Maria Rilke würdigte er die Bedeutung der platzprägenden Dorflinde, um die sich der Dorfplatz schmiegt, und der er wünschte, dass sie noch lange an diesem Platz stehen möge.

Licht: langgehegter geht in Erfüllung

Der Erhalt des Baumes war, so Bürgermeister Licht, auch dem Ortschaftsrat ein zentrales Anliegen bei der Planung des Projektes.

Ein langgehegter Wunsch, so Licht, gehe in Erfüllung, und neben der Platzneugestaltung mit zahlreichen Details konnten mit dem Gesamtbudget von 370 000 Euro auch noch Instandsetzungen am und im Rathaus mitfinanziert werden.

Sein Dank ging an das Land und namentlich an den zuständigen Minister Peter Hauk für die Bereitstellung der ELR-Fördermittel – immerhin 112 000 Euro, ohne die das Projekt nicht zu stemmen gewesen wäre – und genauso an die bauausführenden Firmen und Planer und das städtische Bauamt.

Vorbild für Berlin

Insbesondere die pragmatische und sinnvolle Vorgehensweise des Bauamtes sei zu loben, betonte der Bürgermeister, „Handeln statt zaudern“, damit sei Burladingen Vorbild für die politische Bundeshauptstadt.

Der Gemischte Chor Starzeln unter Leitung von Wilhelm Schuler gestaltete mit seinem Liederzyklus von der „Launischen Forelle“ die Begrüßungsansprachen mit.

Den zahlreichen Besucher aus Starzeln, den Killertalgemeinden und von noch weiter her boten die örtlichen Vereine danach ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränke, musikalische Unterhaltung der Killertäler Musikvereine und Chöre während des gesamten Nachmittages inklusive.