Die ersten Bäume sind gefällt, vor dem „Norma“-Markt entsteht der neue Busbahnhof. Foto: Otto

Die erste Baumfällaktion am Nägelesgraben hat gezeigt: Dort gibt es bald große Veränderungen. Um den Verbleib des Norma gab es bislang Rätselraten.

Der Bereich am Kreisverkehr Nägelesgraben und Kriegsdamm wird nach dem großen Umbau nicht wieder zu erkennen sein. Diagonal zur jetzigen Straßenführung entsteht ein neuer Busbahnhof mit einem kleinen begrünten Platz und einer Toilettenanlage. Der ganze jetzige „Norma“-Parkplatz ist dann verschwunden,

 

In Kombination mit dem im Gemeinderat mehrfach laut gewordenen Wunsch, dass man im Erdgeschoss des Kriegsdamm-Kaufhauses gerne „Gastronomie“ sehen würde, kam schnell das Gerücht auf, dass der „Norma“ dann wohl verschwindet. Zu den weiteren Planungen haben sich Stadt und Norma bislang auf Nachfrage nicht geäußert.

Doch zumindest aus den aktuellen Planzeichnungen zum neuen Busbahnhof (Zentraler Umsteigepunkt/ ZUP) geht hervor, dass hier mit dem Norma-Markt geplant wird. Der Eingang ist eingezeichnet – der Bereich dort wird gemäß der Pläne dann deutlich attraktiver gestaltet sein.

So sieht die neue Planung aus: Links ist der Nägelesgraben, rechts der Kriegsdamm, unten eingezeichnet das Kaufhaus am Kriegsdamm.

Auf dem Parkplatz vor dem Gefängnis, der weiterhin bestehen bleibt, ist zudem ein potenzieller Abstellplatz für „Einkaufswagen“ eingezeichnet. Und auch vor Ort im Norma-Markt sagt ein Mitarbeiter: „Aber nein, wir schließen nicht.“

Das ganze Kaufhaus am Kriegsdamm mit den Ladenflächen und dem Parkhaus wurde vor genau einem Jahr von der Stadt gekauft. Vorige Eigentümerin war die TCW GmbH mit Sitz im niederbayerischen Atting. Man setze durch den Kauf des Geschäfts- und Parkhauses am Kriegsdamm „einen weiteren wichtigen Impuls zur Belebung der historischen Innenstadt“, hatte Oberbürgermeister Christian Ruf betont.

Hängebrücke direkt daneben

Mit dem neuen Busbahnhof und dem direkt daneben liegenden Eingang zur Hängebrücke „Neckarline“ wird der Kriegsdamm noch stärker in den Fokus rücken.

Und mit den Baumfällungen Anfang der Woche wurde die erste Maßnahme für die Umgestaltung sichtbar, zusätzliche Baum-Verpflanzungen folgen im März. Der eigentliche Baustart für den neuen ZUP, so ist es dem Zeitplan der Stadt zu entnehmen, erfolgt aber erst am 5. Oktober.

Eingang zum Kik wird verlegt

Dann stehen auch Sanierungsmaßnahmen am Park- und Geschäftshaus selbst an. So wird beispielsweise der Eingang des „Kik“-Markts zur Platzseite verlegt und der Aufzug im Erdgeschoss wird zur barrierefreien Anbindung der Parkdecks reaktiviert. Mit dem neuen Vorplatz soll ein „ stimmiges Ensemble mit Umsteigepunkt und Parkhaus“ geschaffen werden.

Jetzt wird ab 9. März erst einmal mit dem Umbau des Friedrichsplatzes gestartet, im August soll dann mit dem Leitungsbau am Kriegsdamm begonnen werden. Der Busbahnhof samt Vorplatz soll dann Ende Oktober 2027 fertig sein – bis in den März 2028 wird sich die Gestaltung des Friedrichsplatzes ziehen. Und dann ist auch schon die Landesgartenschau. Allzu viel darf bei diesem Zeitplan also nicht dazwischen kommen.