Bürgermeister Klaus Hoffmann (von links), Jens Walter, der ab dem 1. Oktober die Geschäftsführung der Herrenalber Bäderbetriebe übernimmt, Karina Herrmann, Geschäftsführerin der Stadtwerke Bad Herrenalb GmbH und Christian Romoser, Aufsichtsrat der Stadtwerke. Foto: Stadt Bad Herrenalb/Christian Siebje

Seine neue Stelle tritt Jens Walter zwar erst im Oktober an. Doch der neue Geschäftsführer der Bäderbetriebe freut sich schon jetzt auf die neue Aufgabe.

Zum 1. Oktober fängt Jens Walter als neuer Geschäftsführer Bädebetriebe bei den Bad Herrenalber Stadtwerken an. Im Gespräch mit unserer Redaktion ist ihm anzumerken, wie sehr er sich auf die neue Aufgabe freut.

 

Ursprünglich kommt Walter aus Lombach bei Loßburg im Kreis Freudenstadt und wohnt mittlerweile mit seiner Familie in Baiersbronn. Nach dem Abi in Freudenstadt machte er eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe im dortigen Panoramabad. 2014 folgte dann der Wechsel nach Haigerloch, wo er das Glück hatte, sehr früh eine Betriebsleiterstelle zu bekommen. Dort war er sodann für die Sport- und Badeanlage zuständig. Aus dieser Zeit kennt er auch schon das Thema Sanierung, denn er begleitete den ersten Abschnitt der Freibadsanierung und war bei der Planung des zweiten Abschnitts dabei.

Meister und Betriebswirt

In dieser Zeit und auch während des Wechsels nach Tübingen kümmerte sich Walter um die Weiterbildung. Zuerst machte er seinen Meister, anschließend folgte die Weiterbildung zum Betriebswirt. Das nötige technische Rüstzeug holte er sich in der Meisterausbildung, den Betriebswirt machte er, „um die betriebswirtschaftlichen Hintergründe besser erfassen zu können“, erzählt er. Schließlich ist die Leitung eines Bäderbetriebes weit mehr als ein Bademeisterjob – Personalführung, die strategische Ausrichtung und operative Steuerung oder die Gestaltung von Angeboten und Veranstaltungen gehören unter anderem zu den Aufgaben, die er dann auch ab Oktober in Bad Herrenalb wahrnehmen wird.

Seit sechs Jahren ist der mittlerweile 34-Jährige nun bei den Stadtwerken Tübingen – erst als Sachgebietsleiter, später als Abteilungsleiter Bäder – und damit verantwortlich für ein „sehr sehr großes Freibad“ mit rund 330 000 Besuchern pro Jahr, einem Hallenbad mit nochmals 200 000 Besuchern sowie dem „historischen“ Uhlandbad.

Lust auf Therme

Nun folgt also der Wechsel in den Schwarzwald. „An Bad Herrenalb hat mich gereizt, dass es eine Therme hat. Da habe ich echt Lust darauf!“ Walter freut sich dabei auf ein anderes Klientel als bei einem reinen Sportbad mit Funktionssauna, wie er es jetzt in Tübingen vorfindet. Die Therme sei mehr ein Ort der Erholung, Wellness und Reha.

Zu Beginn seiner Tätigkeit werde der Hauptfokus darauf liegen, die Sanierung zu begleiten, „dass wir die Therme im nächsten Jahr in Betrieb nehmen können“, sagt Walter. Dazu bringt er sich bereits jetzt ein und konnte etwa schon an „Bauherren-Jourfixen“ teilnehmen. „Das Projekt reizt mich wahnsinnig“, erzählt Walter und er sei der festen Überzeugung, „dass die Therme ein wahnsinniges Potenzial hat“. Nach der Sanierung müsse man es dann schaffen, „weiterhin attraktiv zu bleiben“.

Grobes Bild

Wie das genau aussehen soll, kann er freilich noch nicht im Detail sagen, schließlich arbeitet er derzeit noch in Tübingen und hat so auch noch keinen vollumfänglichen Einblick. Bislang sei es eher ein grobes Bild, die ersten Wochen würden dann zeigen, „wo ich den Fokus drauf legen kann“.

Zum Bäderbetrieb gehört neben der Therme aber natürlich auch das Freibad. Dazu hat er sich auch bereits mit der IG Freibad zusammengesetzt und man habe sich kennenlernen können. Natürlich habe er – vor allem aus der Zeitung – mitbekommen, dass es im Gemeinderat Diskussionen um den Erhalt des Freibads gegeben habe. Angst, dass es doch noch geschlossen werden könnte, hat er nicht. Er sieht auch hier eine „Chance, neu drauf zu schauen“. Das Bad sei „wunderschön gelegen“, im Tal mit tollen Schattenspendern, findet er. Natürlich gehe es darum, das Defizit „ein Stück weit zu verringern“, aber soziale Preisgestaltung sei „schon wichtig“. Ziel sei es, „den Betrieb so zu führen, damit das Defizit nicht so hoch ausfällt“, sagt er.

Einen weiteren positiven Nebeneffekt hat der Wechsel von Tübingen nach Bad Herrenalb zudem. Walter ist so zumindest etwas näher an seiner Heimat und seiner Familie, mit der er in Baiersbronn lebt. Dort nutzt er die Freizeit für seine Hobbys, neben dem Wintersport fast schon natürlich Tauchen und Schwimmen – und Ausflüge mit seiner Familie. Über die Ausflüge in der Region und ihre Erfahrungen berichtet die Familie übrigens in ihrem eigenem Instagram-Kanal.