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Neuenbürg Technische Probleme sind schnell beseitigt

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Wann die rund 650 Schüler des Gymnasiums Neuenbürg wieder in ihre Klassenzimmer können, steht derzeit noch nicht fest. Foto: Mutschler Foto: Schwarzwälder Bote

Die Schulen sind bundesweit seit dem 17. März geschlossen. Die Lehrer und die Leitung des Gymnasiums in Neuenbürg kommen mit der ungewöhnlichen Situation noch recht gut zurecht.

Neuenbürg. Den Namen "Moodle" trägt der Heilsbringer für das Gymnasium Neuenbürg. Dabei handelt es sich um eine Online-Lernplattform, über die sich Schulleitung und Lehrer mit den jeweiligen Schülern vernetzen können. Für den ungewöhnlichen und doch recht abrupten Abbruch des Unterrichts konnten Schulen nicht vorbereitet sein. Rund 650 Schüler des Gymnasiums bleiben nun mindestens bis nach den Osterferien zu Hause.

Doch durch die Lernplattform sollen die Schüler nicht untätig bleiben. Den letzten Schultag, Montag, 16. März, habe man genutzt, um die Schüler mit individuellen Passwörtern auszustatten. "Das war ganz gut, dass das Kultusministerium uns den Montag noch gegeben hatte", meint Rudi Henne, stellvertretender Schulleiter. Zu Beginn gab es noch technische Probleme mit der Datenübertragung und Speicherung, diese seien jedoch schnell beseitigt worden.

Eher zu viele Aufgaben

Das bearbeiten der Aufgaben, die die Schüler nun über die zentralisierte Online-Lernplattform bekommen, wird überprüft. "Wir haben einen Einblick darauf, welche Schüler angemeldet sind", sagt Henne. Die Schließung der Schule solle keineswegs als Verlängerung der Osterferien angesehen werden. Auf Beteiligung und Säumnisse hat das Gymnasium die Scheinwerfer gerichtet. "Wir haben bereits auch bei Schülern nachgehakt", führt er fort.

Überprüfungen in Form von Notenvergabe gebe es, auf Empfehlung des Kultusministeriums, für die bearbeiteten Aufgaben allerdings keine. "Wir versuchen stets die Vorgaben umzusetzen. Manche Lehrer hätten Aufgaben lieber gewertet", fügt Henne an. Korrigiert werden eingereichte Aufsätze und Ähnliches trotzdem – und an den Schüler zurückgesendet. Mit den Eltern stehe man über die Elternbeiratsvorsitzende Natalie Schnatterbeck in Kontakt. "Bei den Eltern schiene es keine Unzufriedenheit zu geben", meint Henne. Es seien eher zu viele Aufgaben, als zu wenige. In einem Telefonat wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass er daran denken solle, dass es die Osterferien zur Erholung gebe.

Auch gebe es Lehrer, die nicht nur Aufgaben in das Portal stellten, sondern auch über den Online-Chat Fragen der Schüler beantworteten. Manche würden sogar über Videokonferenzen unterrichten. Schwierigkeiten gab es mit dem System sonst kaum. Man habe "Moodle" bereits schon stellenweise genutzt. Daher waren viele – vor allem jüngere – Lehrer mit der Plattform vertraut. Manche mussten laut Henne noch eingewiesen werden. Von denen habe er gehört, dass es "gar nicht so schwer sei", das Portal zu nutzen.

"Wir haben Glück, dass wir ein Team haben, das sich reinhängt. Ohne Experten für die Datenbank wären wir nicht so schnell vorangekommen", erzählt Henne. Es gebe mindestens einen Kollegen, der "Tag und Nacht" direkt über eine Art Hotline oder im Chat ständig ansprechbar sei. Somit könne man Kollegen und Schülern rund um die Uhr helfen.

Über die Zukunft zu spekulieren, und was denn bei einer länger als geplanten Schulschließung passieren könnte, macht für den stellvertretenden Schulleiter jedoch noch keinen Sinn. "Wir tun jetzt unser Bestes und folgen Randbedingungen und Vorgaben", bekräftigt Henne. Es sei nicht fördernd sich in Gedankengängen zu verfangen, die im Endeffekt durch weitere Maßnahmen in die falsche Richtung gehen könnten. Daher warte man zunächst auf weitere Vorgaben des Kultusministeriums.

Erst mal abwarten

Generell sei es vorstellbar, dass man den Schülern etwas entgegenkommen könne und bei künftigen "Klassenarbeiten großzügiger sein kann", fügt er an. Was man mit den Abiturienten und deren Abi-Feier mache, sei noch unbekannt. Generell gilt es für alle weiteren Entscheidungen erst mal abzuwarten. "Vor der Schulschließung hatten wir auch erst am Freitag Bescheid gewusst und am Montag den letzten Schultag gehabt. Da hat kurzfristig auch alles geklappt", argumentiert er.

Eine Umfrage habe man jedenfalls bereits gestartet. In dieser versucht man Rückmeldung aller Beteiligten zu bekommen, um zu wissen, wo man bei der Arbeit mit der Lernplattform noch Verbesserungen vornehmen könnte. Auch im Hinblick darauf, falls diese Form von Unterricht und Aufgabenverteilung über die Osterferien hinaus genutzt werden sollte.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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