Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Neuenbürg/Straubenhardt Neues Polizeipräsidium nimmt Arbeit auf

Von
Die Einrichtung des Polizeipräsidiums Pforzheim soll keine Auswirkungen auf Organisation, Stärke und Zuständigkeit des Polizeireviers Neuenbürg haben. Foto: Jänsch

Neuenbürg/Straubenhardt - Zum 1. Januar 2020 nimmt das neu eingerichtete Polizeipräsidium (PP) Pforzheim seinen Betrieb auf. Für die Landkreise Calw, Freudenstadt und Enzkreis sowie für die Stadt Pforzheim gibt das PP Karlsruhe dann seine Zuständigkeit an das neue Revier ab.

Was aber ändert sich mit dem neuen Präsidium für die Einwohner der Stadt- und Landkreise sowie für das Polizeirevier Neuenbürg und den Polizeiposten Straubenhardt konkret? "Mit der Einrichtung des Polizeipräsidiums in Pforzheim machen wir die Polizei Baden-Württemberg ein gutes Stück weit bürger- und ortsnäher", verspricht Andreas Stäble, Leiter der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit des PP Pforzheim. Unter anderem solle die Region von "kürzeren Wegen der Leitungsebene zu politischen Verantwortungsträgern sowie anderen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" profitieren. So würden strategische Entscheidungen und Konzepte künftig spezieller auf die Region zugeschnitten.

Eingehende Notrufe aus den entsprechenden Stadt- oder Landkreisen landen ab Januar nicht mehr im Führungs- und Lagezentrum Karlsruhe, sondern direkt in Pforzheim. Von dort erfolge die zentrale Koordination der Einsatzlagen für den gesamten Zuständigkeitsbereich. Medienberichten zufolge dürfte sich diese Umstrukturierung insbesondere auf die Verkehrsunfallaufnahme im ländlichen Raum positiv auswirken – dort solle es dann regelmäßig schneller gehen.

Auch solle laut Stäble die kriminalpolizeiliche Versorgung aus Sicht Neuenbürgs und Straubenhardts "deutlich verstärkt" werden. Zwar bleibe das Kriminalkommissariat in Pforzheim für die beiden Kommunen grundsätzlich zuständig, außerhalb deren Arbeitszeiten würde jedoch nicht mehr der Kriminaldauerdienst aus Karlsruhe anfahren, sondern die Kollegen vom neu eingerichteten Dienstsitz in Pforzheim. Der rund um die Uhr tätige Dauerdienst rücke beispielsweise bei Bränden, Kapitaldelikten oder Vermisstenfällen aus. Nach Angaben des Pforzheimer Leiters der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit rücke das "kriminalpolizeiliche Spezialwissen" durch die Ansiedlung der Kriminalpolizeidirektion mit der Kriminalinspektion Calw ebenfalls näher an die beiden Enzkreis-Gemeinden heran.

Mehr Hilfe durch Bündelung von Aufgaben

Zudem würden die "verkehrs- und allgemeinpolizeilichen Aufgaben" im neuen Revier in einer neuen Schutzpolizeidirektion gebündelt. Dadurch sollen die Polizeireviere beispielsweise bei größeren Einsatzlagen und Veranstaltungen stärker als bisher unterstützt werden. Ansonsten soll die Einrichtung des PP Pforzheim keine "unmittelbaren Auswirkungen auf Organisation, Stärke und Zuständigkeit des Polizeireviers Neuenbürg und der nachgeordneten Polizeiposten" haben, erklärt der Pressesprecher. Das Polizeirevier Neuenbürg werde unverändert rund um die Uhr besetzt und auch der Polizeiposten in Straubenhardt sei für die Bürger wie bisher auch erreichbar.

Mit der Einrichtung des neuen Präsidiums in Pforzheim haben sich offensichtlich auch Karrierechancen für einige Polizisten aus dem operativen Dienst ergeben. In Pforzheim seien laut Medienberichten 184 neue Stellen geschaffen worden – für 104 Polizisten und 80 Zivilkräfte. Wie Stäble erläutert, habe es erfolgreiche Bewerbungen von Polizeibeamten der operativen Einheiten von Schutz- und Verkehrspolizei auf solche Stellen in Pforzheim oder Calw gegeben.

Stellen sollen komplett nachbesetzt werden

Damit sich die Einrichtung des PP Pforzheim am Ende nicht negativ auf die operativen Einheiten in den Polizeirevieren und Polizeiposten auswirke, sollen die dadurch vakant gewordenen Stellen "in vollem Umfang durch ausgebildete Kräfte des Polizeipräsidiums" ersetzt werden. "Zudem erwarten wir im Frühjahr 2020 eine personelle Verstärkung durch die Zuweisung von Nachwuchskräften", führt der Pressesprecher des Pforzheimer Präsidiums aus. Insgesamt sollen ab Januar mehr als 1000 Polizeibeamte in Pforzheim tätig sein.

Artikel bewerten
10
loading

Ihre Redaktion vor Ort

Bernd Mutschler

Fax: 07051 20077
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.